Februar 2010

Sonntag 28 Februar 2010

6. Routenauswahl Thailands Norden

Die neue Routenauswahl steht an! Nach Kambodcha nehmen wir den Flieger nach Bangkok. Dort könnt ihr wieder entscheiden wo es lang geht und was wir unternehmen.


Thailands Norden auf einer größeren Karte anzeigen

 

Zur Auswahl stehen 3 verschiedene Routen, die von Bangkok aus in den Norden gehen...

Blaue Route: Zug von Bangkok über Lop Buri nach Chiang Mai.

Rote Route: Flug von Bangkok nach Chiang Mai.

Gelbe Route: Mit den Bikes von Bangkok nach Ayutthaya, zur Brücke am Kwai und nach Amphoe zu den schwimmenden Märkten.

 


Tommy und „wie raube ich Touristen aus?“

Wir waren also mit unserer internationalen Gruppe in der Stadt unterwegs. Es war ein schöner Abend und ein Teil der Gruppe hatte sich früh Richtung Hostel verabschiedet. Tommy, Robin und Oliver drehten noch die ein oder andere Runde. Wir wissen nicht wie oder wann aber Robin und Oliiver schafften es zurück zum Hostel. Zumindest alleine. Tommy hatte anscheinend mitten in der Nacht eine „Heimbegleitung“ mitgebracht. Wie sich raus stellen sollte auch einen kriminellen Anhang. Der Arme war offenbar so besoffen und dicht, dass er nicht nur von der Prostituierten beschissen, sondern auch von deren Rikschafahrer beklaut worden ist! Zumindest empfing er uns mit den Worten: „I think i did a big mistake.“. Oh ja lieber Tommy, das war eine verdammt teure Nacht! :-)

Lakeside Street

 

So gab es eine glückliche Prostituierte mehr in Phnom Penh und einen Rikschafahrer der ab sofort die besten Bilder, mit einer wirklich guten Kamera schiessen sollte. Wie gesagt, manche Szenen erinnern einen einfach nur an Filme oder solche die es noch werden sollen.

 

Tommy´s Laune erhob sich dann am Frühstückstisch und seinem ersten aber nicht letzten Happy-Shake an diesem Tag.

Wir hatten uns, nach gründlicher Überlegung und abwägen der großen Hitze, das Museum ausgesucht. Es ist im Grunde ein großer Gebäudekomplex der einer Schule ähnelt.

Schon am Eingang wurde uns sehr schnell bewusst, das dies keine Schule mehr ist. Alles war mit Stacheldraht umspannt und stark gesichert. So betraten wir nach 2$ Eintrittspreis das erste Gebäude.

Museum

Die Bilder Toter und gefolteter Menschen empfingen uns in einem Raum, der von oben bis unten mit ihren Bildern und grausamen Todesursachen bebildert war. Die folgenden Räume sollten noch schlimmer werden, da hier die besonders verhassten, vermeindlichen Regime Gegner, auf sehr grausame Art und Weise gefoltert wurden. Ihre „Betten“, vielmehr stählerne Liegen, waren mitten im Raum aufgebaut und die entsprechenden Fesselketten hingen noch immer an ihnen. In jedem Raum war also das Bett und das Bild des Toten oder seinen Resten ausgestellt.

Es entstand eine beklemmende und erdrückende Stimmung in der Gruppe. So beschlossen wir einstimmig das dies genug sein sollte für diesen mittlerweile traurigen Tag.

Auf der Suche nach unserem Rikscha Fahrer, der auf uns warten wollte, kam dann die zweite Überraschung. Fünf Personen waren zuviel für die Rikscha und sein Motorrad war gebrochen. So versprach er seinen wartenden Kollegen er sei „in fünf Minuten“ wieder da.

Nach zwanzig Minuten und weiteren fünfzehn des Preise Verhandelns, fuhren wir schließlich mit seinen Kollegen davon.

Reut at workout

Am Abend saßen wir am See und gaben den Moskitos ein letztes Festmahl. Tommy schlenderte durch die Straßen auf der Suche nach bekannten Rikscha Fahrern. Ohne Erfolg. Der Rest der Gruppe machte sich auf ins Lazy Gecko zum Dinner.

Der Abend war trotz des Schockers am Mittag ausgelassen humorvoll und freundschaftlich wie bereits zuvor. Die ganze Welt kann man nicht verändern aber die Welt die man verändern kann ist seine ganz eigene kleine Welt und die Menschen um einen herum.

So beruhigten wir unsere Freunde aus Israel Reut und xxx, dass „die Deutschen“ Hitler garnicht mehr gut finden und es keine Demonstrationen gegen Juden gibt. Ihre Regierung hat ihnen offenbar ein anderes Bild Deutschlands vemittelt als dies der Realität entspricht. Aber wie gesagt, die Welt um sich kann man verändern und so veränderten wir ihr Bild von Deutschland an diesem Abend und den Tagen zuvor. Und am ganz am Rande:“ Reuuuuuut you are craaaazy ;-)“, kleiner Insider am Rande. Danke für die super Zeit mit euch allen!

Der weitere Abend verlief ohne Kamera-Dramen oder Schocker der Vergangenheit. Alle waren satt und glücklich.

Die Tickets sind gebucht und es geht weiter mit dem Bus Richtung Siem Reap und Angkor Wat.

Die Diashow unseres Tages

 

 



Samstag 27 Februar 2010

Heiße Tage in Sin City

Der Morgen begann heiss und drückend. Es war neun Uhr und die Hitze war wieder enorm. Unsere ganze Gruppe vom Vortag, Tommy (Finnland), Chen (Israel), Reut (Israel), Sascha (Kanada), Oliver (Deutschland) und Robin (England) machte sich dann nach dem Frühstück auf in die Stadt. Tommy startete den Tag mit einem der berühmten "Happy-Shakes", die man hier überall bekommt. Uns erstaunte und faszinierte das ganze Programm, welches uns angeboten wurde und alles war wie in einem Film.


So waren die grün bestückten Happy-Shakes und die dazu gehörigen Happy-Pizzas, keineswegs mit Oregano überzogen. ;-) Auf der Straße und in unserem preisbewussten Viertel (Lakeside) bekommt man alles angeboten, was einen so richtig aus dem Leben hauen kann. Vom der AK47 bis zum Opium. Unser Rikscha Fahrer, "Dan", hat auch die dazugehörige Karte offeriert: Normale Gewehre wie das AK 47 kosten 40$ das Magazin, Pistolen 20$ und Granaten gibt es für um die 100$. So zahlt man für die Version, mit "Bazooka auf Kuh" schiessen 150$ für die Kuh und 350$ für die Patrone. Hühner seien schon je nach Gewicht ab 5-10$ Dollar zu haben und "seine" Kunden würden im Schnitt 500$ da lassen. Welch irren Planeten wir doch bewohnen.

So kamen wir nach dieser Vorstellung der "Karte" in der City an. Am Flussufer sammelt sich das ganze Touristenviertel und die besseren Hotels und Hostel´s. Wir schlenderten Richtung Markt und liefen an einigen Palästen und Tempeln vorbei. Nach einem Kilometer des Laufens hatte unsere ganze Gruppe hochrote Köpfe und die Hitze war nicht mehr zu verleugnen. Auf schnellstem Wege ging es in das nächste Restaurant. Es gab Indonesisch und kalte Getränke.

Nach dem Essen waren wir uns einig, das es keinen Sinn mehr macht in der Hitze umher zu laufen. Zumal wir die Einzigsten waren und kein Einheimischer freiwillig einen Fuß in die Sonne setzte.
Zurück in unserem Hostel gab es für alle erstmal einen kalten Mango-Shake und ja, für Tommy gab es einen extra extra Happy-Shake. Der Nachmittag wurde nur im Schatten verbracht und abends sollte es wieder in das Lazy Gecko gehen. Dicke "Ausi-Burger", extra dicke Burger und mit wirklich allem belegt was man sich vorstellen kann, versüssten uns den Abend.


Die Stadt ist eine reine Ansammlung von Geschäften und Bar´s. Am Abend kann man ganz schön umher schlendern aber schöner ist es doch am Fluss oder einem der Seen. So zog es uns nach einer kurzen Visite der Stadt am Abend, wieder in die Gegend unserers Hostel´s. Schwerstens kriminell aber schöner und vor allem ruhiger als die Stadt.
Der noch immer sehr warme Wind am Seeufer und das Konzert der Frösche waren wie aufeinander abgestimmt. Wir genoßen zusammen mit unseren neuen Freunden den Rest des Abends am See. Ein Minus hatte das Ganze jedoch: Moskitos in Massen! :-)

Die aktualisierte Diashow



Freitag 26 Februar 2010

Willkommen im Land der wirklich unbegrenzten Möglichkeiten.

Unsere Fahrt von Saigon nach Kambodscha, genauer Phnom Penh verlief reibungslos. Es ging in einem kleinen Reisebus quer durch die Landschaft. Diese Landschaft wurde immer offener, trockener als zuvor und war nicht mehr dicht besiedelt.

Nach guten sieben Stunden erreichten wir Phnom Penh und eine Flut von Rikshafahrern bot sich uns an. „Shootingrange? Girls? Ganja? Hostel?“, „Yes, cheap Hostel please!“, und wir saßen mit unserem neuen Reisegefährten, „Tommy“, 39 Jahre, aus Finnland, in der Rikscha.

Ausserhalb der Stadt befindet sich dann das „Smile Lake Site“ Hostel, in dem wir unter kamen. Saubere Zimmer und fünf Dollar die Nacht sprechen für sich. Ausserdem hatten wir einen einmaligen Blick auf den See und die Sonnenuntergänge. „Lee“, der Hostelbesitzer sagte uns dies ist leider nicht von langer Dauer, da ein koreanischer Konzern alles aufgekauft hat und bald die kleinen Hostel´s und Hütten nicht mehr sein würden.

Die ganze Gegend um das Hostel ist nur von Backpackern besucht. Die Stadt und die Shoppingmeilen befinden sich etwas entfernt.

Es ist eine kleine lustige Gemeinde und die Menschen arbeiten so gut wie alle im Tourismusgewerbe. Mit Tommy ging es am Abend dann in das „Lazy Gecko Café“.Es war ein sehr schöner Abend, mit diesem wirklich verrücktem Kerl aus Finnland. Wir lachten uns bis spät in den Abend schlapp und es war ein Riesenspass mit ihm! Kambodscha hatte uns mit offene Armen empfangen und die neuen Reisefreund passten wieder wie "die Faust auf´s Auge". Ein super Start!

Für den nächsten Tag verabredeten wir uns dann mit Tommy und unseren neuen Freunden aus Israel, Chinstoler und Reut. Eine lustige Truppe und es wird bestimmt ein super Tag.

Die ersten Eindrücke

 



Donnerstag 25 Februar 2010

Kambodcha gewinnt mit 70%

Ihr habt wieder einmal entschieden! Diesmal macht Kanbidcha das Rennen eindeutig mit 70%. Es haben sich wieder über 300 Leute an dem Voting beteiligt!

Tausend Dank hierfür! Wir freuen uns auf ein neues Land und neue Eindrücke.

Das neue Routenvoting geht morgen online.



Mittwoch 24 Februar 2010

Abschied von Vietnam.

Die letzten Tage in Vietnam kündigen sich an. Ein letztes Mal in das Bred of Life gehen, ein letztes Mal die herrliche Karte rauf und runter bestellen, ein letztes Mal mit den Bikes durch die City cruisen.
Der Flieger sollte pünktlich um 13.40Uhr abheben und gegen drei Uhr in Saigon landen. Unser Abschied von dieser verrückt, charmanten Stadt und unseren neuen Freunden sollte schwer fallen.
Saigon empfing uns mit brütender Hitze. Ein Wechselbad der Gefühle und der T-Shirts. Von wolkigen 24Grad, auf stechend heisse 35 in Saigon.

Streets of  Saigon

 

Die Stadt ist wirklich nur als Zwischenstop zu empfehlen, wozu uns von allen Seiten auch geraten wurde. Groß, voll, und laut ist es hier. Zum Feierabendverkehr platzen die Straßen aus allen Nähten. Wir haben uns den Spass gegönnt einmal mit dem Motorradtaxi, bei voller Rushhour in das "Backpacker-Vierel" zu fahren. Bei über 35Grad und das im Winter, war es wie eine Sauna mit tausend Auspuffen, schrecklich aber einmalig! Das Streetfood hier ist, wie auch anders zu erwarten, super lecker!

 

Es soll mit dem Boot über den Mekong Strom, nach Kambodscha gehen. Da uns drei Tage auf dem Boot definitiv zu lang erscheinen, fahren wir mit dem Bus bis kurz vor die Grenze und probieren dort unser Glück auf ein Boot zu kommen...

Vietnam hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und es wird schwierig einen passenden Ersatz zu finden, falls es sowas überhaupt gibt. Wir wissen garnicht genau wo wir anfangen und aufhören sollen. Ist es die Landschaft? Ist das Essen? Sind es die Menschen? Vietnam ist alles zusammen und noch MEHR. Vietnam hat sich als ein Land der Kontraste und des Unglaublichen dargestellt.

Ob es der Fakt ist das hier Lehrer mehr respektiert werden als die eigenen Eltern oder die noch immer währende Jagd nach vermeindlichen Spionen aus dem Westen? Man findet, man entdeckt jeden Tag neue Dinge und das wichtigste, man entdeckt unbekannte Seiten an sich selbst! So hätten wir vorher niemals, ohne auch nur ein Wort vietnamesisch zu sprechen, eine Tour alleine und auf den Motorrädern, mitten durch die Berge unternommen. Wir hätten zuvor auch niemals Sachen gegessen, die wir nicht aussprechen können und die wir erst Recht nicht indentifizieren können. Doch diese "Sachen" haben uns gemundet! Und das nicht zu knapp!

Steven and Paul at lunch

Vietnam war eine Reise in die eigenen Sinne. Die Landschaft war ein Gedicht für unsere Augen, das Essen eine Symphonie für unseren Gaumen und die Menschen, wir können es nur noch einmal wiederholen herzensgut. Doch genug der Philosophie, es ist einfach ein junges Land, mit alter Geschichte und der schlichte Oberhammer! Fahrt hin und guckt es euch selber an, es lohnt sich!
Vietnam Danke für alles. Wir kommen wieder, garantiert!

Diashow Saigon



Montag 22 Februar 2010

Schlemmertag mit Keith, Van und Phuiong

Keith hatte uns bereits gestern fest versprochen heute vernünftige Burger zu essen. So verabredeten wir uns gestern für den heutigen Morgen um halb zehn vietnamesische Zeit, also immer eine viertel Stunde später als vereinbart, unten im Foyer des Hotels.

Die Fahrt ging durch DA NANG zum "Bread of Life" Shop, welcher wie wir später erfahren haben komplett von taubstummen Personal gemanagt wird. Das Ganze ist ein soziales Projekt welches von einem amerikanischen Pärchen ins Leben gerufen wurde...

Bread of Life

 

Das Brot für die Brötchen war noch im Backofen und wir waren etwas zu früh dran. So fuhren wir zu einem traditionellen vietnamesischen Restaurant um zu frühstücken. "Diem Tam", hieß unsere erste Wahl und sie wurde uns von Van und Phuiong empfohlen. Ein Teller voll mit Spiegelei, dünnen gebratenen Fleischscheiben, einem Hackfleischbällchen, Zwiebeln, Gurken, Tomaten und begleitet von knusprigem Baguettes. Das beste und leckerste Frühstück seit Beginn unseres Trips! Alles zusammen wird dann in das Baguettes gestopft und du erhältst, das wohl beste Sandwich, dass du dir vorstellen kannst.

Am Flussufer verdauten wir bei einem kleinen Spaziergang und betrachteten die kunstvollen Statuen aus Marmor am Rande.

Keith has fun


Der "Burgergedanke" ließ uns nicht los und so machten wir uns auf, zurück zum „Bread of Life“ Restaurant.
Angekommen wurden wir von der Besitzerin empfangen und sie gab uns eine kurze Erklärung, wie und warum sie dieses Projekt ins Leben gerufen hat. An dieser Stelle wollen wir euch nicht langweilen aber wenn es so Menschen wie sie und ihren Mann nicht gäbe dann würden die Taubstummen weiterhin auf der Straße leben. Sie kümmern sich um die Unterkunft, medizinische Versorgung und deren Bildung. Jeder im Restaurant wird über dem Durchschnittslohn bezahlt und erhält ungefähr soviel wie ein örtlicher Lehrer. Mit dieser Hintergrundgeschichte und dem leckeren Geruch aus der Küche, fiel unsere Bestellung leichter als leicht. Zweimal den "Hungry Man Cheesburger". Es folgte ein absolut perfekter Burger mit einem äußerst frischen Brötchen, heiss aus dem Backofen.

Gestärkt wie eine ganze Fußballmannschaft ging die Tour zu den „Marble Mountains“. Eine Bergformation in der sich eine Menge kleiner und großer Tempel verstecken. Zu ihren Füßen blüht der Marmorhandel und es gibt kunstvolle Stauen zu kaufen so weit das Auge reicht.

Marble Mountain

Hoi An war unser nächstes Ziel. Eine wunderschöne Stadt, mit vielen alten Gebäuden, Gassen und vor allem Touristen! DA NANG hat vom Citylife weitaus mehr zu bieten und es ist garantiert mehr zu entdecken. Schon auf dem Weg nach Hoi An wurden wir von der, durch dicke Hotels und Golfresorts, verschandelten Landschaft überrascht. Quasi die ganze Strecke wird zugebaut und die schöne Küstenlinie ist bald schon verschwunden.

In Hoi An angekommen wollten wir uns erst einmal etwas ausruhen und fanden die "River Lounge". Eine super puristisch und stylisch eingerichtete Lounge im westlichen Stil. Man hat einen einmalig schönen Blick auf den Fluss und die obere Etage lädt zum Verweilen ein. Unser Nickerchen auf den großen Sofas störte keinen der Angestellten und nach dem super Schokokuchen war dies auch eine Wohltat.

Chill Out Pur

Zum Abschluss des bereits schönen Tages gingen wir traditionell vietnamesisch essen. Ein sechs Gänge Menü für unter 2,50€, das seines gleichen sucht. Die einzelnen Gerichte könnt ihr in den Bildergalerien begutachten, da wir sie an dieser Stelle nicht mehr zusammen bekommen. ;-)
Die Fahrt zurück war gemütlich und ein passender Ersatz zum üblichen Spaziergang nach dem Essen.

Kurz vor dem Erreichen unseres Hotels gab es noch den typischen „Zuckerrohrdrink“. Frisch gepresster Zuckerrohrsaft mit Eis und keinen Zusätzen! Unglaublich das wir ihn erst hier das erste Mal getrunken haben, denn er schmeckt göttlich! Jeder von uns genehmigte sich direkt drei dicke Gläser, da wir von diesem einmalig natürlich süssen Geschmack nicht genug bekommen konnten.


Die Diashow






 



Sonntag 21 Februar 2010

Erster Tag in DA NANG mit Keith

Vorgestern haben wir euch ja bereits berichtet, dass es auch stressige und durchaus lebensgefährliche Situationen geben kann. Dies auch für bleiche Westeuropäer, man glaube es kaum. Der eine Grund ist natürlich, dass wir kaum als solche zu erkennen waren, dank unserer "Verkleidung", mit Helm, Mundschutz und Mütze. Der andere Grund ist mit Sicherheit, dass hier ein Leben nicht viel zählt und schon gar nicht, das eines Motorradfahrers. Teilweise wurde mehr für die Straßenhunde gebremst als für uns! Genug dazu. Bitte passt doppelt auf, wenn ihr hier auf den Bikes unterwegs seid. Es wäre jammerschade!

Keith and the awesome vietnamese girls


Die heutige Fahrt war das, was uns Keith im Eigentlichen berichtete. Ein "taffer ride" aber bei Sonnenschein zu genießen. Genau diesen Sonnenschein hatten wir heute und es lag vermutlich auch an der früher angesetzten Reisezeit, gegen zehn Uhr morgens.
Wir konnten jede Serpentine genießen und sie flogen nur so unter uns hinweg. Die Unterarme brutzelten in der Sonne vor sich hin und als Windstopper hatten wir uns Mülltüten um den Oberkörper gebunden. Echte deutsche Penner auf Reisen ABER glücklich und warm. :-)

Die Rückfahrt sollte diesmal auch nur ca. zweieinhalb Stunden dauern und es gab eine Menge zu sehen. Das vermutlich Interessanteste war der eigentliche Ritt durch die Wolken aber am Rande wurden wir auch Zeuge einer "Dorfschlachtung", eines Wasserbüffels. Blutig aber zufrieden dreinschauend, lag der abgetrennte Schädel, neben dem zerteilten Tier. Bilder waren dieses Mal leider nicht möglich, da sie noch alle Messer in den Händen hielten und mit ihnen nach dem Motto schwenkten "fahr weiter sonst....". Dies lag wahrscheinlich daran, dass wie zuvor einige Male auf den Märkten erlebt, Schlachtszenen und deren Aufnahmen nicht immer erwünscht sind.

On the beach


Angekommen in DA NANG, empfing uns Keith. Er hatte seine drei besten Freundinnen eingeladen, um uns etwas die Gegend zu zeigen und es sollte ein wirklich super Tag werden.
Es ging zum "Monkey Mountain". Eine Steilküste, welche übersät ist mit gigantischen Granitfelsen, die teilweise aussehen wie kleine Spielzeugmurmeln. Der bis dahin schönste Strand unserer Meinung.
Die Mädels hatten panische Angst vorm Wasser, bzw. vor Keith´s Attacken sie reinzuwerfen. Alle drei können nicht schwimmen. Wir schliefen unter dessen, eine halbe Stunde, auf den mollig warmen Granitbrocken.
Nach zwei Stunden des herumalberns am Strand, ging es geradewegs zum nächsten Seafood Restaurant. Es gab verschiedene Sorten Muscheln und gegrillte Riesengarnelen. Als Hauptspeise gekochter Fisch (keine Ahnung welche Sorte) und eine klare Gemüsesuppe, mit Nudeln.

Fresh Seafood


Unsere sonnenverbrannten Schädel pochten langsam vor sich hin. Uns saß der anstrengende Tag in den Knochen. Für morgen haben wir uns dann mit Allen zum großen Ausflug nach Hoi An und Umgebung verabredet.
Auf dem Rückweg hielten wir noch auf der neugebauten, herrlich beleuchteten Brücke DA NANG´s an, die stark an die „Golden Gate Bridge“ erinnert. Es war wie ein Jahrmarkt, mitten auf der Schnellstraße. Jeder der Lust und Zeit hatte, hielt inne und guckte sich das Spektakel der verschiedenen Farben an. Wie gesagt MITTEN auf der Schnellstraße und wir sind uns sicher in Deutschland  gibt’s dafür ein saftiges Trinkgeld für den Staat. Wundervolles Vietnam!

Die Diashow unseres Tages


Bridge in Da Nang

 



Samstag 20 Februar 2010

Wunden lecken in Hue

Der gestrige Trip hatte seine Spuren hinterlassen. Beim Aufstehen spürten wir jeden Knochen und unsere Augen waren stark verklebt. Diagnose: Bindehautentzündung. Oder zumindest, der Schleier des Erfolgs lag auf unseren Lidern. Was tun in Hue? Es gibt die verbotene Stadt und was verboten ist, können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gesagt, getan und schon saßen wir wieder auf unseren Bikes und fuhren Richtung verbotene Stadt.

Verbotene Stadt

Man muss sich das Ganze wie eine riesige Mauer vorstellen die komplett um ein Dorf gebaut ist. Ab und an durch einen Wachturm unterbrochen und ganz vorne ein massiver leuchtturmartiger Komplex. Eindrucksvoll in jedem Fall.
Der Eintrittspreis von umgerechnet 2€ schockte uns, die wir schon an die asiatischen Preise gewöhnt sind, zu sehr um uns in die verbotene Stadt zu locken. Von außen betrachtet hat es uns an diesem Tag völlig gereicht. Der Burg- bzw. Stadtgraben und seine schönen Wasserrosen, waren Rahmenprogramm genug.

 

Es war wieder bewölkt aber zunehmend wärmer und so machte das cruisen wieder Spass. Nach ein paar Runden durch die City sahen wir dicke, schwarze "Klötze" aufblitzen. Schnell stellte sich raus das es eine Art Panzerausstellung war und sogar umsonst! Nichts wie hin!

Simon untersucht  einen alten Panzer

Diese Kolosse aus Stahl glänzten so schwarz in der spärlichen Sonne, wie auch ihre Vergangenheit war. Auch hier wieder der Unterschied zu Europa: Bei uns darfst du, wenn du dich glücklich schätzen kannst solches Gerät einmal anfassen. Hier war es eine Freude für Groß und Klein auf ihnen herum zu klettern und die verrücktesten Bilder zu schiessen. Zum Glück nur noch Bilder, denn wenn man so vor ihnen stand, dann wurde einem schnell klar, dass sie eine Menge Angst und Schrecken zu Lebzeiten verbreitet haben müssen.

Um dem wieder einen passenden Kontrast zu geben, fuhren wir geradewegs in die Blumen- und Bonsaiausstellung, ein paar hundert Meter weiter. Die 20 Cent Parkgebühren für unsere Bikes zahlten wir gerne und liefen durch ein Meer von Bonsaibäumen und kunstvoll präparierten, riesigen Wurzeln.

Wurzel

Vom Hunger getrieben suchten wir das von Keith empfohlene "Mandarin" Café. Es sollte sich dieses Mal lohnen. Das Café liegt zwar ein paar hundert Meter ausserhalb der normalen Touri-Fressmeile aber es hat den Charme seines Besitzers. Ein ca. 65 Jahre alter vietnamesischer, passionierter Fotograf namens Phan Cu.

Während man auf sein, wirklich vorzügliches Essen wartet, kann man in seinen gesammelten Werken blättern und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Bild für Bild ein Meisterwerk über Vietnam und seine Menschen. Die Preise betragen ungefär die Hälfte des "normalen" Standards in Hue und jeden Dong wert!

Auslieferung der  frischen Bananen

Die Suche nach den kaiserlichen Gräbern verlief ohne Erfolg aber wir hatten wieder einmal Glück, das tägliche Leben auf und im Fluss zu beobachten. Die letzten Feiern des Neujahrfestes waren im vollen Gange und der Wochenmarkt stark besucht. Langsam und gemächlich tuckerten wir hindurch. Welch schönes Leben in Hue.
Abends waren wir noch mit der Tien Brücke und ihrer kunstvollen Beleuchtung verabredet. Es sollten bunte Eindrücke und ein perfekter Ausklang für diesen schönen Tag werden.

Die weiteren Bilder auf Flickr.

Bridge in Hue



Freitag 19 Februar 2010

Höllenritt zum Wolkenpass - Von Da Nang nach Hue

Wir landeten nun sicher in DA NANG und seinem kleinen Flughafen. Verabredet waren wir mit Keith, einem Amerikaner der in DA NANG arbeitet und unser nächster Host sein sollte. Keith, ein etwas rundlicher und super netter Typ verinnerlicht das Bild eines typischen Amerikaners. Zusammen mit ihm und seiner Freundin Phau ging es auf den Bikes zu seinem Hotel, da direkt an der Bucht von DA NANG gelegen war, wo die Amerikaner damals einmaschiert sind. Auf die Frage was er denn beruflich macht, schmunzelte er nur und sagte, er versuche ein kleines Stück von dem was seine Vorfahren versaut hätten durch Englischunterricht und Hilfe in einfachsten Sachen wieder gut zu machen. Super Typ!

Straße von  Da Nang nach Hue

Keith hatte auch nicht allzuviel Zeit und organisierte uns nur noch zwei Bikes von seinem Chef. Er begleitete uns den ersten Bergpass, auf dem Weg nach Hue und machte dann Kehrtwende. "Basicly all the way straight.", war die letzte Anweisung die er uns gab und verschwand hinter den ersten Kurven.

Die Strecke vom Tal DA NANG´s, hoch in die Berge ist eine der wohl schönsten Strecken die wir jemals fahren durften. Die Bucht liegt zu deinen Füßen und der Wald und die Berge erstrecken sich über dir. Du fährst diese traumhaften Kurven und hast das absolute Gefühl der Freiheit. Jetzt und genau jetzt konnten wir alles nachvollziehen, was uns zuvor von unseren Freunden und allen Motorradfahren über das Leben auf zwei Rädern berichtet wurde. Ihr hattet Recht!

Paul mit  Keith

Je höher wir kamen umso heftiger wurde der Wind und es hätte uns beinahe von den Bikes gehauen, so heftig wurde es. Wir zogen nun beide unsere Regencapes an, um einen möglichst sinnvollen Windstopper zu haben. Es war wohl eher ein Windfang und an dieser Stelle konnten wir auch die Empfehlungen richtiger Motorradkleidung zu hundert Prozent nachvollziehen.
An der Spitze angekommen lag eine Halbinsel am Fuße des Berges, Lang Co. Sie war hart umkämpft von den mannshohen Wellen und der augenscheinlich sehr starken Strömung. Die Serpentinen waren ein voller Genuß und wir waren schneller wieder unten als wir es uns gewünscht hätten.

Es sollten ungefär 76KM der schrecklichsten Fahrt vor uns liegen, die wir uns je hätten erträumen können. Eingeleitet wurde alles vom bereits erwähnten Sturm und einzelnen Regenschauern. Die ungeschützten Beine waren schnell nass und wir versuchten, so gut es ging, unsere Rucksäcke mit den Kameras zu schützen. Die Fahrt wurde ein wahres russisches Roulette, als sich zu dem Regen noch die offensichtlich geisteskranken LKW- und Reisebusfahrer mischten. Nicht nur das sie dich mit ihren überdimensional lauten Hupen betäupten, nein, sie fuhren so dicht an dir vorbei als wenn du garnicht existierst!

Wolkenpass

Wir hatten mehrere Situationen wo wir anhalten und erstmal tief durchatmen mussten um den Schock zu verarbeiten. Und an alle die jetzt müde lächeln: Wir sind einiges gewohnt und mit sicher nicht zart besaitete Bübchen, die das erste mal gefährliche Situationen durchleben. Das war bitterer Ernst und wir hatten Angst um unser Leben!
Eine Szene war so knapp das uns nur die Vollbremsung rettete und der verdammte Penner von Reisebuspsycho auch direkt schön in die Polizeikontrolle geraten ist. Unser "Motherfucker!", war unmissverständlich und dem netten Polizisten wurde auch gleich erklärt, das dieses Arschloch uns gerade beinahe gekillt hätte!

76KM mit offenem bzw. keinem Visier und der falschen, nassen Kleidung können verdammt lang sein. Wir spürten unsere Arme nicht mehr und die Blasenentzündung tanzte auch schon freudig in unserem nassen Schritt.
Dann das erlösende Schild Hue 16KM! YES TSCHAKKAH! Wir haben es beinahe geschafft, also runter vom Gas und gucken das der Stadtverkehr uns nicht doch noch auf den letzten Metern besiegt.

Noch glückliche Gesichter

Hue lag vor uns wie eine Oase und als wir Lichter, echte bunte Werbelichter entdeckten, da freuten wir uns wie die Schneekönige. Es ging ins Hotel und der Hotel-Portier staunte nicht schlecht als er uns sah. Von oben bis unten mit Schmutz und Dieselresten bedeckt und völlig durchnässt. Auf die Frage wo wir denn herkämen bekam er den Mund garnicht mehr zu und hatte nen mächtigen Touri-Respekt vor uns. Danke dafür! :-)

Ohne zu duschen rannten wir zum warm werden in das nächste Restaurant genannt "Ushi", wo wir ein herrliches Steak und eine, man glaube es kaum, super Bratwurst mit Fritten hatten. Diverse Suppen und Vorspeisen nicht mitgezählt. Pappsatt und glücklich über das Ende dieses Trips an unsere eigenen Grenzen liefen wir zurück ins Hotel und duschten heiss bis der Morgen kam.

Hier die ersten Bilder


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