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März 2010
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Das Wetter war gegen Morgen noch nicht das Beste, aber heute wollte ich unbedingt den Strand und das Meer an Melbournes Küste sehen.
Da ich inzwischen bei meiner zweiten Couchsurferin Claire „eingecheckt“ hatte, musste ich erst mal den Zug Richtung City nehmen. Claire wohnt in einem kleinen gemütlichen Vorort namens Seddan in North Melbourne. Hier kommt man sich vor, als wäre man in der Zeit zurückversetzt. Nichts, ausser kleiner, malerischer Holzhäuser. Eines schöner als das andere und nicht wenige mit blühenden Rosen in den Vorgärten.

Nur soviel zu Claire: Sie ist 31 Jahre alt, 1,60 m groß und hat in den letzten 4 Jahren die halbe Welt bereits. Unter anderem war sie alleine in viele Teilen Afrikas, in Syrien und im Iran unterwegs. Einfach nur respekteinflößend und ein weiteres Beispiel dafür, dass wir zumeist einfach zu viel Angst und Vorurteile in unseren Köpfen haben.
Die Fahrt bis ins Zentrum dauert ca. 15 min. und ab dort nimmt man die Tram bis nach St. Kilda.
Am Luna Park, einen ziemlich kleinen Vergnügungspark mit kleiner Achterbahn, angekommen, waren es nur noch 100 Meter und ich war am Strand.
Es war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte; eine lange kurvige Promenade, ein sauberer Strand und überall Menschen unterwegs, die den Tag genossen. Biker, Jogger, Skater, Spaziergänger und Leute die am Strand Fußball spielten. Alle Altersklassen waren vertreten. Die perfekte heile Welt.

Zur Krönung des Tages kam auch noch die Sonne heraus und ich döste gefühlte zwei Stunden auf einer Bank.
Gegen Mittag spazierte ich weiter den Strand entlang und nach etwa zwei Kilometern, kam ein größerer Strandabschnitt mit Dutzenden Kitesurfern. Ein super Bild mit all den bunten Kites am Himmel. Also, was blieb mir anderes übrig, als mich angenehm in den Dünen zu platzieren und den Jungs und Mädels beim Kiten zu zu schauen. ;)
Bevor ich wieder nach Seddan fuhr,machte ich noch einen Abstechern in die Bibliothek von Melbourne, um dort meine Emails zu checken. Auf dem gesamten Vorplatz tummeln sich massig Studenten und andere junge Leute und man hat das Gefühl, das die Lebensqualität bzw. die Stimmung ein wenig besser ist als bei uns. Vielleicht liegt's ja auch am Wetter. ;)
Abends erzähle Darek, ein weiterer Couchsurfer, der bei Claire untergekommen ist, von einem Couchsurfing Treffen in einem Park am Strand.
Also nichts wie hin, zuvor jedoch noch ein Abstecher nach Mc. Donald's. Alles andere ist für echte Backpacker hier fast unerschwinglich. Die Preise können einen schon gewaltig schocken, erst recht, wenn man gerade aus Thailand kommt. Angefangen von der Flasche Wasser für 1,80 $ im Supermarkt oder ein Schokoriegel für 2,90 $. Ein Mittagessen bekommt man nicht unter 12 $ und ein Sandwich für 7 $. Wobei 1 € etwa 1,40 $ sind.
Beim Treffen im Park waren etwa 25 Leute anwesend, welche schon fleißig auf Ihren Drums spielten. Ein genialer Abend, bei dem Couchsurfer aus aller Herren Länder vertreten waren. Die Kontakte, die man hier knüpft und die Storys die man hört, sind wirklich einmalig und unbezahlbar.
Traveller unter sich...
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Nachdem an unserem letzten gemeinsamen Tag in Thailand Paul und Bas mich gegen Nachmittag zum Minivan, der in Richtung Flughafen fährt, gebracht hatten, sollte die restliche Weiterreise nicht so reibungslos verlaufen.
Angekommen am Flughafen Phuket, hiess es nach einer halben Stunde: Flug AK 834 – 2 hours delay. Ein leichtes Gefühl der Unruhe machte sich breit, da mein Anschlussflug in Kuala Lumpur somit mehr als in Gefahr war.

Niemand konnte mir Auskunft geben bzw. helfen. Was sollten sie auch tun? Ich nahm es wie es war und als ich mitten in der Nacht endlich in Kuala Lumpur ankam, war der Flieger nach Melbourne soeben gestartet.
Natürlich waren auch alle Serviceschalter bis morgens 5:30 geschlossen. Also erst mal einen Platz zum Schlafen suchen und das Beste hoffen.
Zum Glück gabs nach den paar Stunden Schlaf dann gute Nachrichten, denn ich bekam ohne Extrakosten den nächsten Flug nach Melbourne um 15 Uhr.
Das Schönste an Melbourne war zunächst einmal das Klima. Es war bewölkt, bei 25° und kaum Luftfeuchtigkeit. Einfach super angenehm nach dem Tropenklima in Thailand.

Ich nahm den Skybus in die City und fragte mich durch zur Flinders Station, von wo aus ich die Tram Nr. 57 nehmen sollte, die direkt zu meiner nächsten Couchsurferin Marnie fahren sollte.
Die Stadt war gegen 8 Uhr morgens wie ausgestorben. Vielleicht lag es daran, dass es Sonntag war oder das große Formel 1 Rennen in Melbourne stattfand.
Den Weg zu Marnie fand ich jedenfalls ohne weitere Probleme und sie holte mich wie ausgemacht an der Station ab.
Marnie wohnt mit ihrer Schwester und einem Freund etwa 5 km ausserhalb des Zentrums in einen netten Appartement.
Ich wurde herzlich empfangen und nach einem Stück Wilkommenskuchen und den Tipps, was ich heute noch so alles machen könnte, saß ich auch schon wieder in der Tram Richtung Zentrum.

Die Stadt ist wirklich sehr schön und überall herrscht eine tolle Atmosphäre. Alte Architektur mischt sich mit modernen Wolkenkratzern.
Man kann wunderbar am Yarra River entland spazieren und sich an der Southbank Promenade in eines der unzähligen Cafes setzen.
Die tat ich auch und nachdem mir gegen Nachmittag die Füße vom Herumlaufen wehtaten, fuhr ich zurück in die Queensberry Street zu Marnie.
Morgen oder Übermorgen werde ich dann wohl die Standgegend ablaufen und auf gutes Wetter hoffen, da eigentlich für die nächsten Tage mehr Schauer gemeldet sind. Das dürfte mich aber nicht weiter stören nach 3 Monaten 30° – 40° ;)
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„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt.“
(Mrs. Gump, Mutter von Forrest Gump)
Passender als die liebe Mrs. Gump könnten wir es nicht sagen. Jede Reise hat ein Ende und jedes Abenteuer hat ein Ziel, man weiß nie wie weit man kommt. Unser Ziel war es, den Menschen und natürlich uns selber, die Welt in ihrer wunderbaren Vielfalt ein Stück näher zu bringen. Wir wollten Neues entdecken und Altes bestaunen. Das ist uns auch gelungen, denn wenn wir jetzt, am heutigen Tage zurückblicken und in eine Geschichte gucken die nur so strahlt vor Erlebnissen, dann können wir uns sicher sein etwas erreicht zu haben. Wir haben Freunde gewonnen, rund um den Globus. Wir haben Dinge gesehen, die wir uns nie erträumt hätten. Wir haben versucht, Freude zu verbreiten - es ist uns gelungen.
An dieser Stelle wollen wir uns von Euch verabschieden. Die YourWorldTrip Expedition hat ein Ende gefunden und wird aufgrund des zu geringen Sponsoringaufkommens eingestellt. Es war die Zeit unseres Lebens und wir möchten uns bei all den Menschen ganz herzlich und aufrichtig bedanken die uns unterstützt und an uns geglaubt haben. Danke für die ganzen Mails und danke für Euer Interesse an der Reise. Wir hoffen, Ihr hattet ein wenig Spass und wir konnten Euren Alltag ein wenig versüssen. DANKE!
"In 20 Jahren werden Sie eher von den Dingen enttäuscht sein, die Sie nicht getan haben, als von denen, die Sie getan haben. Lichten Sie also die Anker und verlassen Sie den sicheren Hafen. Lassen Sie den Passatwind in die Segel schießen. Erkunden Sie. Träumen Sie. Entdecken Sie." Mark Twain (1835 - 1910)
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Das Wasser hatte uns die letzten Tage etwas im Stich gelassen. Es war warm wie Sau und überall schwammen kleine Teilchen rum die einen zwickten und zwackten. Zudem scheint diese extra warme Suppe, die netten kleinen Feuerquallen nur so anzuziehen und der ein oder andere rote Fleck war auf unserer Haut zu sehen. Nicht an diesem Tag, es war wieder einmal "rauhe See" und die Wellen spülten alles davon was wir als unangenehm empfanden. Auch die Temperatur des Wassers war perfekt und es diente das erste Mal zu einer wirklichen Abkühlung. Bas, Simon und Paul konnten nochmal richtig toben wie die kleinen Kinder und taten dies auch. Von Frisbee bis Ertränken spielen war an diesem Tag alles möglich. Auch die Affen kamen nicht zu kurz und es gab den ein oder anderen Drink aus unseren Flaschen. Dieses Mal waren die Mistviecher auch überhaupt nicht aggressiv und über dem ganzen Leben am Strand, schien ein rosa Schleier der Harmonie zu liegen.

Ausser einen Feind schien das Ganze nicht die Bohne zu interessieren: Die Sonne! Egal was man erzählt bekommt und wie "super knackig braun" die Leute dahergelaufen kommen, die Sonne ist das wohl aggressivste an Thailand. Wir schmierten was das Zeug hielt mit Lichtschutzfaktor 50 und unsere Köpfe pochten bei jeder kleinen Anstrengung. Und nein, es war nicht in der Mittagssonne, es war morgens um neun Uhr am Strand! Selbst die Affen nahmen teilweise kleine, bis große Bläter an sich und benutzten diese als Sonnenschirme. Da soll noch einer sagen wir stammen nicht von ihnen ab, trinken wie Menschen, essen wie Menschen und jetzt das auch noch, sie schützten sich vor der Sonne wie Menschen! Der Strand füllte sich langsam wieder mit den Rentnern die sich keine Gedanken mehr über ihre Haut machen mussten und solchen jungen Mädels die sich noch nie Gedanken gemacht hatten. Es war die Zeit der "Lederrücken" und höchste Zeit für uns, die Biege zu machen.
Schweren Herzens verliessen wir diesen wunderschönen Strand und das diesmal super klare Wasser. Es fiel uns heute besonders schwer, da wir uns Morgen trennen würden. Ja, es sollte in getrennte Richtungen gehen, auch wenn uns dies verdammt schwer fiel. Simon würde sich Richtung Australien auf den Weg machen und anschließend zum Herrn der Ringe, nach Neuseeland. Er wird soweit es die Zeit und die Umstände zulassen über diese Länder berichten. Paul sollte noch seine letzten schönen Tage mit Bas in Thailand verbringen, bevor es wieder hieß: Ab in die Heimat. Doch alles ist halb so wild wenn wir uns vor Augen halten, dass wir in knapp einem Monat wieder vereint durch die Wälder Europas ziehen könnten. Es sollte der gelungene Abschied von einem Abenteuer sein, das wir so schnell nicht vergessen werden und das uns als Menschen verändert hatte.

Thailand hat uns die Kräfte zurück gegeben die wir auf den unzähligen Kilometern, die wir bis jetzt gereist sind, zurücklassen mussten. Es war eine Zeit des Essens und eine Zeit um einmal wirklich die Seele baumeln zu lassen. Wer in dieses Land reist sollte vorbereitet sein, vorbereitet auf gutes Essen, herzliche Menschen und eine Landschaft die es wirklich nur einmal gibt. Wunderschönes Thailand wir danken dir für die geile Zeit! Simon&Paul
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Unser Programm für diese Woche sah so aus, dass wir all die schönen Dinge welche wir in und um Krabi entdeckt hatten, unserem Kumpel Sebastian zeigen wollten. Nicht nur weil er daheim fast jeden unserer Texte mit Kommatas versehen hatte, nein, wir freuten uns darauf mit ihm Thailand unsicher zu machen. Das Erstbeste war da die bekannte four island tour.

Dieses Mal war unser Boot aber so winzig, dass wir bei jeder Welle dachten, sie haut uns in das Wasser und wir müssen schwimmen. Die See war stürmiger als zuvor aber die Sonne trieb ihr gewohntes "ich back mir einen Menschen" Spiel. Auch war dieses Mal die gesamte Tour anders strukturiert, nämlich genau anders herum als das letzte Mal.
Chicken island war unser erster Halt und das Wasser strahlte in einem herrlichen Blau. Der Strand war fast leer und ein richtiges "Tropenfeeling" konnte aufkommen. Dazu noch die Affenschaukel am Baum und der Traum war perfekt! Schnorcheln war unser großes Ziel und so fuhren wir weiter zum ersten Spot. Auch dieses Mal hatte sich wieder eine kleine Gruppe um uns herum formiert und so schnorchelten wir drauf los.
Der einzige und elemtare Unterschied lag darin das wir dieses Mal mehrere Haiangriffe zu verbuchen hatten. Der "Hai" war ein ca 182cm großer und 82 KG schwerer blonder, noch immer lachender Bas, der allen Gruppenmitgliedern nacheinander einen Schrecken einjagte das sie aus dem Wasser sprangen. Die Technik lag darin, das er seelenruhig unter einen schwamm und dann blitzschnell zupackte oder dich in die Tiefe zog. Jeder der schonmal Schnorcheln war und die Ruhe, die Farben der Fische und der Korallen genossen hat, der weiß wie einem sowas den Schock seines Lebens verpassen kann. Eine Gaudi hoch zehn. :-)

Auch hatten wir uns das mit dem Toastbrot gemerkt und früh morgens eines beim Bäcker gekauft. Die Fische stürzten sich nur so darauf und alle Anwesenden freuten sich über das Spektakel. Auch war es uns möglich nur mit dem T-Shirt einen ganzen Schwarm "zu fangen", den wir natürlich direkt wieder ins Freie entlassen haben. Also nicht wie in Kambodscha, "alles was bunt ist und glänzt kommt in die Pfanne". ;-)
Der Rest des Ausfluges war mal wieder wunderbar, bis auf die gigantischen Wellen die sich mittlerweile gebildet hatten. Es war die reinste Schaukelpartie nach Hause und alle waren heilfroh wieder im Hafen zu sein. Alles in allem war es ein wunderschöner Tag, mit wunderschönen Eindrücken und einem verrückt liebenswerten Freund. Danke an unseren weißen Hai! :-)
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Unser Kumpel Sebastian (Bas) hatte sich in Nachmittag angekündigt und er wollte mit dem Überlandbus von Phuket nach Krabi kommen. Umso größer war die Freude als er plötzlich, gegen zwölf Uhr mittags, vor uns stand. Schwitzend von der brüllenden Hitze und mit seinem urtypischen Lächeln. Die Freude war riesig und wir lachten und tanzten wie ein paar wilde Affen im Kreis. Das Tanzen währte aber nicht lange, es war wieder weit über 38 Grad und der Schweiss lief an uns herunter wie ein Wasserfall.

Wie zum Teufel konnte er in dieser kurzen Zeit nach Krabi gelangen? Es war schnell beantwortet als wir nach dem Transportmittel fragten. Er hatte einen Taxifahrer mehr als glücklich gemacht an diesem Tag. Anstatt der üblichen 250 Bath, die ein Überlandbus kostet, gabs für den Taxifahrer satte 2000 Bath. Doch ihn für diese Gutmütigkeit zu kritisieren war fehl am Platze. Die Hitze, der 14 Stunden Flug und der Wunsch endlich was zu essen, waren Rechtfertigung genug. Glück gehabt lieber Taxifahrer, bei uns hätte es das nicht gegeben. ;-)
Nun hatten wir den halben Tag gewonnen und die Planung konnte starten. Wir gingen ins Good Dream und versorgten ihn mit unserem Favoriten, Green Curry. Ein "mildes" Curry mit Hühnchen und Reis. Doch nicht an diesem Tag. Die Köchin kannte uns mittlerweile, da wir zu jedem Essen, doppelten Reis bestellten. Der "Gruß aus der Küche", fiel dann so aus das Bas ein Curry bekam das ihm die Socken auszog! Es war so scharf das er zwar noch immer lachte aber die Schweißperlen auf seiner Stirn eine andere Sprache sprachen. "Milch, ich brauche sofort Milch!", war die spontane Reaktion. Die Bedienungen lachten nun auch und die erste "Feuertaufe" hatte der Liebe hinter sich. Willkommen in Thailand. Nach dem Essen kam die übliche Siesta, da wie schon tausendfach erwähnt, die Hitze ein Umhergehen oder Fahren nicht zuließ.

Im Nachmittag haben wir uns dann wieder ein paar Roller geliehen um an den Strand zu gelangen. Die Fahrt und die Landschaft war mal wieder erste Sahne und der lachende Passagier, war bester Laune. Am Strand dann das übliche Programm, baden, Schatten suchen, Wasser trinken UND Affen anlocken. Die Horde wartete schon begierig, denn sie war genauso durstig wie wir. Erst einen kleinen Schluck aus der Flasche, dann die Flasche festhalten und dann die Flasche klauen. Das ist der feste Ablauf den jeder der kleinen Piraten hier anstrebt. Doch nicht mit uns! Wir machten Anstalten den Affen zu verjagen und er fletschte dermaßen die beachtlich großen Zähne, dass wir nachgaben und ihn mit der Flasche ziehen ließen. Diese kleinen, niedlichen Viecher sind reine Bestien :-). Mit dem Roller ging es dann durch die schattigen Berge zurück nach Krabi, wo unser Abendessen auf uns wartete und dieses mal kein Curry für Bas! :-)
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Unser Programm bestand nach wie vor aus einer Mischung aus LowCost und dem Warten auf unseren Freund Sebastian, aka "Bas", der sich auf den Weg zu uns aus Deutschland machen würde. Der beste Plan erschien uns erneut einen Roller zu mieten und die Strandgegend rund um Krabi zu erkunden. Ao Nang Beach war das Tagesziel. Der Startpunkt wurde natürlich nicht von uns, sondern von der gnadenlos heissen Sonne bestimmt. Früh morgens.

Nach gutem Frühstück und Verhandlungen mit der hartnäckigen Rollerverleiherin, fuhren wir dann durch die Gummibaumplantagen zum Strand. Im Schatten war es die reine Wohltat aber sobald man durch die Sonne fuhr brannten die Arme und der Nacken. Der Strand von Ao Nang hat zwei Gebiete, eins ist sehr einsam und es sind kaum Touristen unterwegs und ein anderes das quasi "die Touristenmeile" schlechthin ist. Den einsamen kannten wir schon, also auf ins Getümmel! Es war der selbe Strandabschnitt von dem wir zu unserer "four island tour" aufgebrochen waren.
Lange Ketten von T-Shirt Buden und Verkaufsständen säumten den Weg. Und nach ein paar hundert Metern eröffnete sich einem, ein wirklich schöner und garnicht so überlaufener Strand, wie zuvor angenommen. Wir schlenderten den Strand entlang, natürlich nur im Schatten, denn die Sonne war wieder nur was für die "Lederrücken" oder auch Erlebnistouristen genannt. Desto bräuner man ist, destso mehr hat man vom Urlaub zu erzählen, schien das Motto dieser Sonnenanbeter zu sein.

Die Verbrannten liessen wir hinter uns und unsere Aufmerksamkeit wurde von einer riesigen Affenhorde erweckt. Sie schlenderten alle den Strand entlang und jeder Touri der was zu essen oder zu trinken an sich hatte wurde besprungen. Es müssen die Verwandten der kleinen Piraten unserer Kajaktour gewesen sein, so perfekt war ihr System. Sie lausten sich im Schatten und im nächsten Moment lausten sie sich auf begeisterten Touristen, die ihr Glück wahrscheinlich erst abends, juckend im Hotelzimmer realisieren würden. Der Anblick war auf jeden Fall super und die ein oder andere Banane gab es auch von uns, dass müssen wir an dieser Stelle zugeben. :-)
Von den Affen und den Brathähnchen genug, fuhren wir dann gegen Mittag zurück zum Hostel. Ja, durch die pralle Sonne, Idioten! Aber wir hatten Hunger und keine Lust mehr auf überteuerten Strandblick. Im Hostel trafen wir dann jenen jungen Schweizer, dem wir das Hostel zuvor empfohlen hatten. Er hatte Aufregendes zu berichten.
Wie empfohlen hatte er und seine Freundin die "four island tour" gemacht. Doch mit anderen Impressionen als wir sie mitgenommen hatten. Das erste war, das einer der alten Dieselmotoren, welche an einen überdimensionalen "Mixstab" erinnern, der die Schiffsschraube darstellt, so hoch gerissen wurde, das er das ganze Dach ihres Bootes "abrasiert" hatte. Nur knapp mit der Gesundheit entkommen, liess das zweite Erlebnis der besonderen Art nicht lange auf sich warten.

Die Guides fischten einen toten Mann, bekleidet mit Schnorchel und Brille aus dem Meer. Doch nicht genug des Übels, wollte keiner diesen Toten an Bord nehmen und so wurde er kurzer Hand, mit seiner Hand am Boot befestigt und den ganzen Weg durchs Meer, zurück zum Hafen gezogen. Über die Todesursache lässt sich nur spekulieren aber sie reichen von Herzinfarkt bis vom Speedboot überfahren. Schnorcheln ist gefährlich und man macht es am besten, in so belebten Gebieten wie hier, nur in der Gruppe und nur am Rande der Klippen. So geht man auf Nummer sicher gesehen zu werden bzw. nicht überfahren zu werden. Diese Nachricht sensibilisierte uns für die geplanten Touren mit Sebastian und wir gucken jetzt lieber zweimal, bevor einmal nicht mehr reicht. Den Abend verbrachten wir um Good Dream. Es war Filmabend und wir schauten "Shutter island", da es hier nicht so streng genommen wird mit Filmkopien und immer die aktuellsten Filme permanent zu sehen sind. Super, Good Dream!
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Das Training am Morgen hatte seine Spuren hinterlassen und wir waren sehr glücklich unsere Muskeln zu spüren. Oder wie Arnold zu sagen pflegt: "Schmerz nach dem Training, ist wenn die Schwäche deinen Körper verlässt." Oder so ähnlich. :-)
Auf jeden Fall war dies der perfekte Zeitpunkt, die lang ersehnte Massage zu buchen. Natürlich keine von diesen typischen Thailandmassagen, die ach so beliebt sind bei den dickbäuchigen Sextouristen. Nein, wir wollten eine traditionelle "Thai-Massage" und die Muskeln mal so richtig durchgeknetet bekommen. Gesagt getan, lagen wir im klimatisierten und vom Besitzer des Good Dreams empfohlenen Massage Salon.

Alles war sehr professionell aufgebaut und eine angenehme Atmosphere, gemischt mit thailändischen Klängen machte sich breit.
Der Größe und des Körpergewichts nach wurden dann die Angestellten eingeteilt. Simon bekam eine etwas Zierlichere ab als Paul, dessen Dame des Tages auch locker im Ring gegen die bekannten Wrestler hätte antreten können.
Beide Frauen hatten jedenfalls die ausreichende Power um uns die richtigen Bahnen zu renken und lenken. Teilweise dachten wir, sie uns die Knochen brechen aber alles hatte seinen Sinn und Zweck. Am Ende fühlt man sich wie neu geboren und das Blut zirkuliert nur so im Körper.

Völlig entspannt und positiv angetan von dieser, über eine Stunde währenden Behandlung, hatten wir uns wiedermal ein Eis verdient. :-) Und eh wir es vergessen, dass Ganze gab es für nur 250 Bath(ca. 5,70€)!
Am Abend ging es dann noch mal zu einem der einsamen Strände der Umgebung zum relaxen und Energie tanken.
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Die Fahrt mit dem Mini-Van zurück nach Krabi hatte uns beide geschlaucht. Es war heiss, der Van war zugequetscht mit zig Menschen und der Fahrer hielt alle fünf Minuten, um irgendein Paket oder irgendeinen Umschlag abzuholen oder abzugeben. Die 40 Grad im Schatten und die ständigen Kurven, mit einem Mix aus dem Geruch von thailändischem Fastfood, hatten ihre Spuren bei uns hinterlassen.
Angekommen im Good Dream, ließen wir nur noch unsere Rucksäcke fallen und belohnten uns mit einem herrlichen Curry aus der bereits erwähnten Küche. Den Nachmittag ließen wir dann auch eher ruhig angehen und aßen was uns vor die Linse kam. Ein Schlemmertag sozusagen. Und den hatten wir uns redlich verdient!
Die Monate sind schnell ins Land gegangen und uns ist aufgefallen das wir in der ganzen Zeit so gut wie garnicht trainiert hatten. Die ein bis zwei Mal, die wir aus Spass an der Freude Klimmzüge an Bäumen gemacht hatten oder Steine durch die Gegend geworfen haben, mal abgesehen. Im Zusammenhang mit den vertilgten Kalorien, nahmen wir uns fest vor am nächsten Morgen eine Runde zu laufen. Ganz fest!
Die Hitze macht es einem als Westeuropäer aber auch kaum möglich sich schneller als Schritttempo nach neun Uhr morgens zu bewegen. Aus diesem Grund hieß es um sechs Uhr morgens, raus aus den Federn!
Wir joggten in mehr oder weniger ruhigen Zügen den Pier entlang und unser Ziel war der "Pumperpark". Ein Park der von der Stadt nur zum Laufen und Trainieren angelegt worden war. Sowas vermisst man im verfettenden Deutschland zu Recht. Von der Klimmzugstange bis hin zur Schrägbank für die Bauchmuskeln, war alles vorhanden. Wir hatten uns vorgenommen es langsam angehen zu lassen und unsere Pumpe arbeitete schon kräftig vom Joggen.
Jedes Gerät einmal und dann gucken das wir ohne Seitenstiche zurückkommen, war das Ziel des Tages. Was uns an diesem frühen Morgen auffiehl war der Fakt, dass nur Rentner aktiv waren und sie es genossen zwei junge Männer schwitzen zu sehen. Sie lachten uns an oder manchmal auch aus, denn ihre Fitness war erstaunlich und wir hatten bis zu diesem Tag noch nie einen Opa mehr Klimmzüge machen sehen, als wir es in der Lage waren. Einen großen Respekt an diese Leute und jetzt ist uns auch bewusst warum die Asiaten bis ins hohe Alter gesund und munter sind.
Auf jeden Fall haben wir unser Programm mit Mühe und Not beenden können und waren heilfroh als wir wieder am Hostel ankamen. Geduscht fielen wir dann wieder ins Bett und sind erst gegen Vormittag wieder aufgewacht. Zwei Luftpumpen in Thailand!
Den Rest des Tages chillten wir so vor uns hin und es gab das ein oder andere Eis als Belohnung, für diesen ach so anstrengenden Morgen. Also morgen früh die doppelte Runde! ;-)
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Krabi hat den Charm einer Hafenstadt und hat wirklich keinen greifbar nahen Strand. Aus diesem Grund und natürlich wegen unseres unersättlichen Erkundungsdranges, setzten wir uns gegen zwölf Uhr in den Mini-Van nach Ko Lanta.

Die Fahrt glich einer Tour mit einem der getunten Wagen unserer Freunde. Einen Mini-Van mit solch einem dicken Sportauspuff gibt es wohl nur in Thailand. An alle zu Hause, ja, ein spitzen Sound und ja, es nervt nach ein paar Stunden. ;-) Zweimal ging es dann mit der Fähre über einen mehr oder weniger breiten Meerarm, bis wir schließlich Ko Lanta erreicht hatten.
Die Insel gleicht soweit den bisher schon gesehenen Festland und den kleineren Inseln auf unserer "Four Island Tour". Mit Ausnahme des Strandes. Der Strand war ähnlich wie in Kambodscha überzogen mit Restaurants und Bars. Doch das Wasser und die Sauberkeit setzten einen neuen Maßstab. Glasklares Wasser und Muscheln in allen Formen und Farben.
Am Abend stiegen die kleinen brennenden "Fluglaternen" in den Himmel, die mittlerweile fast überall verboten sind. Zum Glück nicht hier, denn es war ein wirklich schönes Bild und untermauerte den absolut fantastischen Sonnenuntergang.
Unser Hostel oder sollten wir sagen "Spa Resort" Lantawadee, war absolut in Ordnung, wenn auch das "Spa" völlig umsonst im Namen auftaucht. Das einzige was Spa mäßig vorhanden ist, war der Graben mit dem algengrünen Wasser in dem man jeden Moment ein Krokodil vermutet hätte.

Es führten kleine Wege zu den einzelnen Bungalows und die Bretter hätten auch von jedem Zehnjährigen zusammengenagelt sein können. Am Abend war dann Vorsicht geboten, denn manche Nägel standen raus und so manches Brett in der Reihe fehlte. Aber alles in allem wirklich ok für den Preis von 400 Bath.
Zur Insel an sich bleibt nur zu sagen, sie ist wunderschön aber gleicht sich wie ein Ei dem anderen mit dem bisher gesehenen. Was sich nicht gleicht, das sind die Preise, ob für Ausflüge das dreifache oder für's Essen das zweifache, eine saftige "Inselerhöhung" war von Anfang an zu sehen. Die Preise in Kombination mit den unwirklichen 40 Grad im Schatten, überzeugten uns dann doch sehr schnell den Rückzug zum liebgewonnenen Krabi anzutreten. Das Good Dream und sein super Essen warteten schon auf uns. :-)
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