April 2010

Freitag 30 April 2010

National Park, Taupo, Rotorua

Die nächsten drei Tage sollten also noch mal das volle Wanderprogramm werden. Als erstes stand das Tongariro Crossing auf dem Plan. Laut Touristeninformation der beste Eintages-Trip in Neuseeland.

Im National Park Village angekommen hatte ich noch den halben Tag zur Verfügung und nachdem ich in der Backpackerunterkunft eingecheckt hatte, machte ich noch einen längeren Spaziergang in das nahegelegene Buschwerk.

Der Trip zum Startpunkt zum Tongariro Crossing war leider nicht so einfach zu erreichen und so musste man einen Transfer am nächsten Morgen um 7.15 für satte 30 $ buchen. Wenigstens war auch das Abholen inbegriffen.

 

Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war zwar nicht berauschend aber OK. Am späten Nachmittag kam ein junger Deutscher zurück von der Wanderung in den Dormroom und war weniger begeistert, da alles bewölkt gewesen war und man so bei diesen Höhen kam etwas von den Vulkanseen sehen konnte. Ich hoffte jedenfalls weiterhin auf das Beste. Bisher hatte ich ja auch immer Glück mit dem Wetter gehabt.

 

Am nächsten Morgen um 7:10 - ich hatte bereits gefrühstückt und alles zusammengepackt, kam die Frau von der Rezeption und brachte eine schlechte Botschaft: „The Crossing is not possible today. The weather is to bad.“ Gegen Mittag sollte es stärkere Schauer geben und der Wind sollte ebenfalls oben auf dem Berg sehr stark werden.

Das erste mal auf der ganzen Reise, dass das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Aber ich hatte nun schon alles gepackt und war bereit zu Wandern.

Ich fragte nach, ob es noch andere Tracks gab und diese gab es natürlich auch. Also nicht lange überlegt und zwei andere Strecken im Nationalpark ausgesucht. Letztendlich bin ich dann doch noch ca. 22 km gewandert und kann nicht sagen das es schlecht gewesen ist. Wieder eine ganz andere Landschaft als zuvor, ein schöner Wasserfall und ein toller Bergsee in einem alten Explosionskrater.

Gegen Mittag erwischte mich dann aber auch ein dicker Schauer und das Wetter war den ganzen Tag bewölkt gewesen.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit meinem Zimmergenossen Ludwig in der hauseigenen, ziemlich großen Kletterhalle.

Für den nächsten Tag hatte ich mir vorgenommen, nach Taupo, meinem nächsten Ziel, zu trampen. Das hatte sich aber bereits beim Abendessen erledigt, da ich zufälligerweise zur gleichen Zeit kochte wie Sabine. Eine deutsche Backpackerin, die am nächsten Morgen über Taupo nach Hamilton fuhr.

Also einfacher ging es wirklich nicht mehr und so war ich bereits gegen 9.30 am nächsten Tag in Taupo. Hier gingen wir dann noch gemeinsam zu den Huka Falls. Ein massiver Strom, der in einem gewaltigen Wasserfall endet. Laut Informationsschild 200.000 Liter pro Sekunde, was pro Minute ausreicht, um fünf riesige Schwimmbecken zu füllen. Ein gigantisches Naturschauspiel.

Da um 16 Uhr mein Bus nach Rotorua abfuhr, wanderte ich noch drei weitere Stunden auf einem Track. Hier war auch schon eine erste heisse Quelle auf dem Weg. Von weitem war schon der Dampf zu sehen und einige Leute badeten dort wo das Wasser aus der Quelle in den Fluss mündete. Ich wollte lediglich meine Füße im warmen Wasser erholen und musste mit kurzem Schrecken feststellen, dass das Wasser richtig heiß war, so, wie wenn das Badewasser zu heiß eingelassen wurde. Also ganz langsam...

Abends in Rotorua konnte ich schon im Bus den Schwefel riechen und einige dampfende Stellen an der Straße sehen. Der Ort ist berühmt als geothermales Gebiet.

Pünktlich kam mich an der Bushaltestelle meine letzte Couchsurferin auf der Reise, Deborah abholen.

Da ich nur einen Tag in Rotorua eingeplant hatte, sollte dieser ziemlich vollgepackt sein. Zuerst stand „Te Puia“ auf dem Programm. Ein Kunst und Kultur-Zentrum der Maori und eine weitläufige Landschaft mit allem was blubbert, dampft und speit. Einer der größten aktiven Geysire Neuseelands und jede Menge kochender Schlammfelder und qualmender Erdlöcher. Man kommt sich vor wie in einer Filmkulisse für einen Uhrzeitfilm.

Danach hiess es wieder wandern, was sonst ;). Etwa vier Stunden ging es durch die riesigen Bäume des Redwood Forrest. Danach taten mir aber endlich mal richtig die Beine und Füße weh, so dass ich das Abendprogramm im Polynesian Spa so richtig geniessen konnte.

Ein schönes Thermalbad welches zu den 10 besten Spas der Welt gehört...laut Prospekt. Jedenfalls war es sehr entspannend und man hat dort einen tollen Ausblick auf den See bei sternenklarem Himmel und Vollmond.

Das war's dann aber auch und somit bleiben mir nur noch die letzten Tage in der größten Stadt Neuseelands – Auckland.

Hier die Diashow

 

 



Sonntag 25 April 2010

Wellington

Die Reise zur Nordinsel begann mit einem herrlichen Flug bei klarem Wetter,.So hatte ich freie Sicht auf die Gebirgslandschaft, die ich zuvor mit dem Camper durchquert hatte.

Nach der Landung, saß ich keine 10 Minuten später schon im Shuttlebus und war weitere 15 Minuten später am Ziel. Nämlich dort, wo ich mich mit meiner guten Freundin Anne verabredet hatte.

Anne wohnt seit ca. 3 Jahren in Wellington in einer etwas außergewöhnlichen WG. Ein ziemlich großes Gebäude, welches schon viele Funktionen hatte, wie etwa ein Kaffeelager, oder ein Botschaftsgebäude dient jetzt bis zu 9 Personen, inkl. Familie mit drei Kindern, als Wohnhaus.

 

Ganz nebenbei hat diese Gemeinschaft ein soziales Projekt ins Leben gerufen, dass sich Stillwaters nennt. Jeden Freitag stehen die Türen offen und es wird eine große Mahlzeit gekocht. Viele sozial Bedürftige kommen dann hierher und nehmen dieses tolle Angebot in Anspruch, können sich satt essen und ein nettes Gespräch halten.

 

An diesem Tag war es ungewöhnlich windstill in Wellington und wir schnappten uns gegen Mittag die Fahrräder und fuhren ein wenig an der schönen Seaside entlang und später durch die City.

Alles gut zu schaffen in zwei bis drei Stunden und es hat mich ein wenig an Sydney erinnert nur ein paar Nummern kleiner.

Abends habe ich dann mein erstes Sushi gegessen und dann auch noch selbstgemachtes! Wirklich ziemlich einfach das ganze und schmecken tut es auch noch.

Nachdem wir pappsatt waren, entschlossen wir uns noch kurzfristig mit zwei anderen Bewohnern ins Kino zu gehen. Nicht in irgendein Kino,...sondern ins Embassy! Der Name wird wohl in Europa kaum jemandem etwas sagen, es war jedenfalls das Kino, wo die Premiere von Herr der Ringe lief und dementsprechend edel war es auch damals renoviert worden. Zumindest kann ich jetzt sagen, ich war im selben Kino wie Frodo, Gimli, Legolas und Co. ;) Der Film, den wir uns angeschaut haben heisst Boy und ist hier in NZ sehr bekannt und behandelt auf ziemlich witzige Weise die Integrationsprobleme der Maori.

Am nächsten Morgen standen wir in aller Frühe auf, da wir um 5.30 die Andachtsfeier zum Anzac Day sehen wollten. Ein jährlicher Gedenkfeiertag für die gefallenen Soldaten. Eine Dreiviertelstunde später war der Spuck aus drei Liedern, zwei Reden, Salutschüssen und einem Kapellenmarsch auch schon vorbei. Danach ging es unverzüglich wieder ins Bett um zwei weitere Stunden zu schlafen.

Den restlichen Tag sind wir noch etwas durch die Stadt gelaufen und haben uns längere Zeit im Museum aufgehalten, wo es eine Menge kostenloser Ausstellungen zu sehen gab.

Morgen werde ich mich dann auf den Weg zum Tongariro National Park machen, wo ich Dienstag die berühmte „Tongariro Crossing“ Strecke wandern werde, die der beste Eintagestrack in NZ sein soll. Ich bin gespannt...

Die Diashow



Freitag 23 April 2010

Die letzten Tage auf der Südinsel

Bevor ich nach Wanaka kam, musste ich noch den Haast Pass überqueren. Mit dem guten alten Camper keine leichte Aufgabe. An besonders steilen Passagen war dann nur noch Mofageschwindigkeit drin und es bildeten sich schon kleine Schlangen hinter mir, nicht sehr lang, weil hier  kaum Verkehr ist. Wegen der vielen Passing Lanes und Überholbuchten lösten sie sich auch rasch wieder auf.

Wieder ein tolle Fahrt mit grandiosen Aussichten und nach 1,5 Stunden war ich auch schon in Wanaka. Diesmal ein etwas größeres Dörfchen, welches direkt am herrlichen Lake Wanaka liegt.

 

Bei erneut traumhaftem Herbstwetter, welches eher herrlichem Sommerwetter glich, ging ich zuerst den Mt. Iron hinauf von wo aus man einen super Überblick über die gesamte Region hatte.

Da dies keine zwei Stunden gedauert hatte, war sofort danach der Diamont Lake Track dran, den ich schon alleine wegen seinem Namen sehen musste.

Der See machte seinem Namen mal ausnahmsweise nicht die größte Ehre, aber ich war bis dahin ja auch schon ziemlich verwöhnt.

Dafür ging ich auch noch den kompletten 3 Stunden Track und wurde dann oben auf dem höchsten Punkt wieder mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Es war gerade mal Mittag, als ich wieder unten im Dorf war und kam daher genau rechtzeitig um ein lokales Amateur Rugby Match ansehen zu können. An die 200 Zuschauer waren da und es ging auch gut zur Sache. Nach einer halben Stunde hatte ich aber genug gesehen und war auch ziemlich hungrig.

Also zurück zur „Wohnung“ die direkt am Seeufer stand und erst mal essen und etwas ausruhen.

So um halb fünf machte ich mich dann wieder mal auf den Weg zum nächsten Ziel – Twizel.

Auf dem Weg dorthin pickte ich noch zwei Tramper auf. Die Namen habe ich leider schon vergessen aber es waren zwei junge Traveller, 19 und 20 Jahre. Das Mädchen aus Hamburg und der Junge aus Holland. Also eine gute Stunde nette Unterhaltung, da man sich als Reisende ja immer eine Menge zu erzählen hat.

In Twizel angekommen war es schon stockfinster und ich buchte mich diesmal auf einem Camperpark ein.

Die Nacht war sternenklar, so dass man die Milchstraße leuchten sah. Deshalb und da ich nur etwa 150 Meter von einem See entfernt stand, war es aber auch arschkalt!

Am nächsten Morgen sah die Welt dann schon wieder freundlicher aus und nach einem kleinenn Spaziergang um den See mit Bäumen in allen Herbstfarben fuhr ich weiter zum Lake Tekapo.

Überflüssig zu erzählen, dass es auch hier wunderschön war und auch das Wetter war wieder mal 1A. Und natürlich ging ich auch diesmal wieder ein Track ab. Und natürlich ging es wieder steil bergauf.

Auf dem Gipfel Plateau erwartete mich ein großes Observatorium. Wie mir dann ein netter älterer Herr erzählte, wohl eines der bestgelegensten auf der Welt. Man konnte sich vorstellen warum, da kilometerweit drumherum nichts war ausser Weideland und in der Ferne Gebirge.

Da der Mann mir auch erzählte, dass er mit seiner Frau eine Tour für den Abend gebucht hatten um auf dem Berg den Sonnenuntergang zu sehen und danach durch die Teleskope in den Sternenhimmel zu schauen, entschied ich mich gegen Abend zu versuchen auf den Berg zu fahren.

Leider waren die Tore aber schon geschlossen und so musste ich mich mit dem nicht wesentlich schlechteren Sonnenuntergang etwa 50 Höhenmeter weiter unten zufrieden geben.

Der letzte Tag bzw. Vormittag war dann nur noch die reine Rückfahrt. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dort wo ich einen Track sehe, anzuhalten und diesen noch zu gehen, aber nach dem ich die ersten beiden nicht genutzt hatte, kam einfach keiner mehr.

Das Land wurde flacher und es waren nur noch Wiesen zu sehen. Die Fahrt war trotzdem schon und da ich auch ziemlich kaputt von den letzten Tagen war, fuhr ich einfach durch nach Christchurch.

Dort war dann erst mal 2 Tage Ausruhen angesagt und gestern habe ich dann noch einen Tagesausflug nach Akaroa gemacht. Große Beschreibungen sind aber überflüssig – tolle Strecke, tolle Wanderung, tolles Wetter! Noch vielleicht erwähnenswert, dass sich, so wie am nächsten Tag in der Zeitung stand, ein riesiger Blauwal in der Bucht befand, was wohl ziemlich selten ist. Leider habe ich diesen nicht gesehen, das wäre wohl vielleicht auch etwas zu viel des Guten gewesen.  ;)

Heute war ich dann noch mal einen halben Tag in der City, welche ganz nett ist.  Und ich bin auch in das Museum gegangen, das ich nur empfehlen kann, nicht nur weil es keinen Eintritt kostet...

Das war's dann auch mit der Südinsel, denn morgen geht der Flieger nach Wellington und ich bin gespannt, was die letzten Tage auf der Nordinsel bringen.

Hier die Bilder...

 



Montag 19 April 2010

Franz Josef und Fox

Wie schon gesagt, schaffte ich es noch bis kurz vor den Franz Josef Gletscher. Genauer gesagt bis nach Whataroa – ein ca. 100 Seelendorf, wie die meisten an der Westküste. Bestehend aus genau einer Straße. Naja vielleicht noch zwei bis drei Abzweigungen, aber das wars dann auch.

Ich brauchte also keine halbe Stunde mehr um an der Infostelle zum Franz Josef Gletscher anzukommen. Das Wetter war OK. Leicht bewölkt, aber noch kein Regen.

 

Ein fünf Stunden Track, den ich eigentlich in Angriff nehmen wollte, war leider wegen starken Regens in den letzten Tagen nicht begehbar. So entschied ich mich für einen 3-4 Stunden Track, der etwas ausserhalb lang ging aber auch einen tollen Ausblick auf den Gletscher versprach.

 

Das wirklich tolle daran war, ausser natürlich der wieder mal atemberaubenden Natur, dass ich der Einzige war, der sich diesen Weg an diesem Morgen ausgesucht hatte. Weniger toll waren die dichten weissen Wolken, die mir am ersten Lookout nach 1,5 Stunden jegliche Sicht auf den Gletscher versperrten. Da der Weg nicht nur sehr steil sondern auch ziemlich feucht und teilweise sehr rutschig war und es zudem seit einer halben Stunde permanent durch das dichte Blätterdach tröpfelte, entschloss ich mich hier umzukehren.

Das war eine gute Entscheidung, wie sich 10 Minuten später herausstelle, da ich das Regencape anziehen musste, weil der Regen immer stärker wurde. Aber wie heisst es doch so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung.

Der Regen konnte mein Laune auch nicht trüben. Nur hiess es jetzt nach zwei Beinahe-Ausrutschern noch mehr auf jeden Schritt zu achten.

 

Wieder am Camper angekommen, war es gerade mal 12 Uhr und ich fuhr zum höchst gelegenen Parkplatz, von wo aus man einen sicheren Blick auf den Gletscher hat. Es regnete noch stärker und ich überlegte, ob ich die klammen Klamotten ausziehen sollte und erst mal Mittagspause machen sollte.

Nach weiteren fünf Minuten war der Schauer aber vorbei und die Sonne kam raus. Also nichts wie los.

Aus dem Hauptweg zum Gletschertal konnte man noch einen steilen Hügel mit einer perfekten Aussicht erklimmen. Obwohl der Parklatz gerammelt voll war, war ich hier wieder allein.

Die Feuchtigkeit stand noch im Tal und so tat sich wie gemalt ein Regenbogen vor dem Gletscher auf. Ein unbezahlbarer Anblick.

Danach ging ich natürlich auch noch durch das Tal bis kurz vor das Ende des Gletschers. Von Oben sah noch alles überschaubar aus, doch wenn man erst mal hindurch läuft, kommt man sich schon sehr klein vor.

Später war dann nur noch essen angesagt und schon mal weiter fahren zum Fox Gletscher. Ein genauso kleiner Ort aber mit einem sehr netten Camperpark.

 

Am nächsten Morgen war dann strahlend blauer Himmel. Was mir unbedingt von der netten Besitzerin empfohlen wurde, war Lake Matheson. Ein See, 6 km ausserhalb mit fantastischem Blick auf Mt Cook und Mt Tasman. Und sie hatte recht gehabt. Ein genialer Spaziergang bei perfektem Wetter. Wiedermal beschreiben es hier die Bilder besser als ich es könnte

.

Gegen Mittag fuhr ich dann noch zum Gletscher hoch und wanderte doch noch 2 weitere Tracks ab. Das Wetter hielt sich den ganzen Tag und was kann man sich mehr wünschen, wenn man zum Wandern hier ist.

Nachmittags fuhr ich dann weiter nach Süden, wo das nächste Ziel Wanaka heisst. Gekommen bin ich heute Abend bis zum, ich schätze mal 29 Seelendorf Makarora, welches mitten in den Bergen liegt.

Die Diashow

 

 



Samstag 17 April 2010

Able Tasman und Pancake Rocks

Der Schnupfen war leider noch nicht weg aber dafür war das Wetter perfekt zum Wandern. Mittelmäßig bewölkt und ca. 18°. Um 9 Uhr Morgens wurden alle Wanderer, die das Wassertaxi gebucht hatten vor dem Campingplatz abgeholt.

Der ganze Track ist ca. 32 km lang und so kann man je nach Lust, Ausdauer und Zeit seine individuelle Route planen. (Will man den ganzen Track laufen, muss man Übernachtungen in Hütten mit einplanen.)

Ich hatte mich für eine 6 Stunden Wanderung von der Bark Bay bis zurück zu Ausgangspunkt entschieden. Bevor das Wassertaxi mich absetzte, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum wohl ziemlich bekannten gespaltenen Felsen. Ich kannte ihn jedenfalls nicht aber er sah tatsächlich beeindruckend aus.

 

Der ganze Track war traumhaft angelegt und man ging teilweise mit Sicht auf die Buchten bzw. das Meer, immer wieder auch durch den neuseeländischen Urwald.

 

Auf dem Track selber gab es so manchen Abstecher zu den Buchten oder zum namhaften „Cleopatras Pool“ Diesem Namen konnte ich natürlich nicht wiederstehen und da ich noch gut in der Zeit war – am Nachmittag sollte es regnen - , nahm ich diesen 30 minütigen Abstecher in Kauf.

Und es war jede Sekunde wert. Ein Bach, der mit großen Steinen gespickt war, die sich, je weiter es ging, zu riesigen Felsbrocken entwickelten. Ganz oben am Ende des Pfades hatte man dann endlich freie Sicht und es war atemberaubend, was die Natur hier ausgespuckt hat.

Wie aus einer Filmkulisse oder einem Freizeitbad, nur multipliziert mit 10 in Sachen Schönheit und Größe.

Ich konnte leider nur ca. 50 Meter weit gucken, da der Fluss eine Biegung machte. Und natürlich musste ich weiter um mehr zu sehen ;) Also von einem auf den anderen Felsbrocken im Fluß und bloß schauen das man nicht auf eine glitschige Stelle tritt. Sonst ist es mit dem Spaß vorbei!

Ich kam noch etwa 50 weitere Meter bis hin zu 2 Monsterfelsblöcken die mitten im Fluss lagen. Bestimmt 10 Meter an jeder Seite und wer weiss wie schwer. Ein toller Anblick und spannend sich vorzustellen, wann und wie diese Dinger an ihren Platz gekommen sind.

Dieser „kleine“ Abstecher hatte mich, nach dem ich dort komplett die Zeit vergessen hatte, eine ganze Stunde gekostet und so musste ich mich dann etwas dran halten.

Der Wassertaxifahrer hatte uns vorher noch mitgeteilt, dass wenn Ebbe ist man an einer bestimmten Stelle eine Abkürzung nehmen kann die 40 Minuten erspart.

Ich war mir da zwar nicht ganz sicher, aber da ich von ziemlich weit oben eine Bucht gesehen hatte und kurze Zeit später eine kleiner Trampelpfad vom eigentlichen Weg abging ging ich kurzentschlossen diesen Weg.

Bestimmt 10 Minuten durch Büsche und wirklich ziemlich steil begab, dachte ich mir schon auf dem halben weg: bitte nicht wieder den gleichen Weg zurück!

Unten angekommen war dann das Ende vom Weg und von dort aus konnte man tatsächlich eine Bucht sehen. Ob es die richtige war wusste ich nicht ;) Und dazwischen war... die Flut. Meter Wasser versperrten mir den Weg.

Also was tun? Den ganzen Weg zurück und das steil bergauf! Nein, wenn schon mal in Neusseland und auf einem der besten Tracks dann auch Abenteuer pur. Also Schuhe, Socken und Hose aus und alles gut verstaut.

Spätestens als ich mir das kalte Wasser bis zu den Knien stand wünschte ich mir meinen Wandergefährten Paul zurück. ;)

Also erst mal am Ufer lang und schauen ob das Wasser tiefer wurde. Ich watete ca.. 50 Meter bis ich dann endlich mal einen Weg durch die Mitte finden musste. Das Wasser hatte mittlerweile die empfindlichen Zonen erreicht und so musste ich nach 20 Minuten verzweifeltem Wegsuchens einsehen, das es keinen Sinn machte.

Also zurück und einreden, dass es Spaß gemacht hat ;) hat es aber auch wirklich.

Und so musste ich tatsächlich den schlimmen Pfad wieder hoch. Oben angekommen war ich dann das erste mal so richtig ausser Atem und die Laune stieg nicht gerade als ich das nächste Schild sah: Marahau 4 Stunden.

Die ersten 4 Stunden ging ich fast ohne Pause und auch trotz des Schnupfens ohne Probleme. Jetzt merkte ich aber die Beine schon ziemlich heftig.

Um es kurz zu machen, ich weiss nicht, wie ich es geschafft habe, aber die Zeit ging tatsächlich relativ schnell um und auch die letzten 2 Stunden im Regen konnten mir nichts anhaben. Danach gab es dann nur noch: duschen, essen, schlafen.

Erstaunlichererweise hatte ich am nächsten Morgen keinen Muskelkater und auch der Schnupfen war nicht schlimmer geworden.

An diesem Tag hiess es dann nur Meter machen und an die Westküste kommen. Ich fuhr von morgens um 8 bis abends um 6.30 Uhr. Natürlich mit einigen Pausen und einem kleinen 20 Minuten Spaziergang zu einem Lookout. Der beste Abstecher waren aber die berühmten Pancake Rocks.

Wieder so ein Wunderwerk der Natur. Ich schaffte es noch bis kurz vor den Franz Josef Gletscher, wo ich dann Morgen eine Neue Wanderung in Angriff nehmen werde.

Die Bilder in der Diashow

 



Dienstag 13 April 2010

Neuseeland, der Trip geht los

Wie schon erwähnt, ich bin schon seit Dienstag Abend in Neusseland. Genauer gesagt in Christchurch.

Hier wohnen, traumhaft gelegen, sehr gute Freunde meiner Familie. Jenna, die jüngste Tochter holte mich freundlicherweise am Flughafen ab.

Ich hatte das ganze Haus für zwei Tage für mich alleine, da Ruth und Gerd (Eltern) selber auf einem Rundtrip mit dem Camper waren.

Also legte ich dir Füße hoch und tat so gut wie gar nichts, ausser Entspannen.

 

Freitag und Samstag gab es dann natürlich erst mal jede Menge zu erzählen und Ruth kochte wie zu Hause. Eine Führung durch Christchurch und Umgebung durfte natürlich nicht fehlen.

 

Drei Wochen hatte ich noch, bevor der Flieger zurück nach Deutschland geht. Ich hatte geplant, zwei Wochen auf der Südinsel zu verbringen und eine auf der Nordinsel. Also was tun?

Gut, dass man so gute Freunde am anderen Ende Welt hat, denn diese tollen Menschen stellten mir doch tatsächlich ihren Camper für eine Rundtour zur Verfügung! An dieser Stelle noch mal tausend Dank dafür und für euer Vertrauen.

Ich plante mit Gerd zusammen eine etwa zehntägige Tour, die von Christchurch aus Richtung Norden über das wunderschön gelegene Kaikoura, Blenheim und Nelson zum Able Tasman National Park führt.

Den ersten Tag wollte ich ein gutes Stück zurücklegen und machte auf Ruths Ratschlag hin nur am viewing Point in Kaikoura meine Mittagspause. Besser hätte man den Ort wohl auch nicht wählen können. Das Bild sagt hier wohl mehr als tausend Worte.

Die ganze Fahrt war, als ob man durch eine Spielzeug Eisenbahn Landschaft fährt. Man kommt bei der hügeligen bis bergigen Landschaft einfach nicht mehr aus dem Stauen raus. Überall Schaaf-, Kuherden und Pferde auf den Wiesen. Aber leider auch viele überfahrene Kleintiere auf den Straßen aber vielleicht zeugt das ja von ihrer enormen Anzahl.

Eine Stunde vor Sonnenuntergang erreichte ich Blenheim, dass malerisch vor einem Gebirge gelegen ist.

Ich nahm den erstbesten Parkplatz in einer Seitenstraße wo auch MC.D und eine großer Supermarkt direkt um die Ecke waren. Aber natürlich kochte ich mein erstes Abendessen im Camper auf dem Gaskocher. Es gab Spagetti mit Baguette ;)

Heute ging es dann um 8 Uhr morgens direkt weiter, über das Örtchen Havelock und Nelson zum Able Taseman

Auf dem Weg hielt ich jedoch Ausschau nach der Pelorous Bridge, wo es tolle Wanderrwege geben sollte. Jedenfalls hatte mir das Audrey, eine Freundin von Ruth und Gerd am Abend vor der Abreise beim BBQ gesagt.

Da der Weg bis zum A.T. nicht mehr allzu weit war und ich schon mal meine Fitness testen wollte, war dies eine gute Gelegenheit.

Ach ja, das kleine Schnüpfchen, dass ich seit Sonntag gespürt hatte, hatte sich gegen Sonntag Nachmittag zu einer eitrigen Schleimnase entwickelt.

Die Brücke war jedenfalls nicht zu übersehen und drei verschiedene Rundtracks konnte man ablaufen. 30 Minute, 45 Minuten und 2 Stunden. Es war erst 9.30 und so fing ich mit dem kleinsten an. Ein kurzer Track durch den Wald und dann noch eine große Kiesbank am smaragdgrünen Pelorus River.

Der zweite Track ging an der anderen Seite etwas oberhalb vom Fluß entlang und führte mehr durch den Wald mit seinen vielen verschiedenen Farnen.

Auf dem 2h Track sollten sogar zwei Wasserfälle zu bestaunen sein. Um euch jetzt nicht mit ellenlangen Beschreibungen zu langweilen, schaut euch einfach die Bilder an, auch wenn diese, wie immer, nicht das ganze Feeling rüberbringen können. Nur soviel: Die Wasserfälle waren zwar nicht groß, doch dafür wie aus einem Märchen. Wenn ich leiser gewesen wäre, hätte ich vielleicht einen Schnappschuss von Gollum machen können. ;)

Als ich vom dritten Track zurück kam hiess es Mittagessen und eine halbe Stunde ausruhen. Danach führ ich weiter durch weiterhin absolut faszinierende Landschaften bis nach Marahau, wo ich gerade im Camperpark in meiner  „Wohnung" sitze und den Bericht schreibe. Morgen ist der Schnupfen dann hoffentlich weg und um 9 Uhr geht es los zur 6 Stunden Wanderung im Able Tasman National Park. Mit Sicherheit legt Mutter Natur da noch einen drauf in Sachen Schönheit ;)

Hier die Bilder in der Diashow



Samstag 10 April 2010

Blue Mountains

Am letzten Tag in Sydney hiess es also früh aufstehen und noch schnell zum Supermarkt Verpflegung für den Tagestrip einkaufen. Brot, Kekse, Obst und Wasser, alles was man braucht und leicht mitnehmen kann.

Die Zugfahrt war schon sehr angenehm und auf der ersten Hälfte konnte man noch die Vororte von Sydney bestaunen, wobei dann mit und mit alles immer dünner besiedelt war, bis sich der Zug zum Schluss nur noch durch die schönsten Wälder schlängelte.

In Katoomba angekommen, hiess es erst mal 2 Kilometer Fußmarsch bis zum Echo Point, dem auf dem Canyon gelegenen Ausgangspunkt für diverse Strecken und ein gut besuchter Aussichtspunkt für Scharen von Touristen.

Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Three Sisters, einer ungewöhnlichen Felsformation von drei nebeneinander herausragenden Spitzen. Genau dort führen auch die Giant Stairways in den Canyon hinab. Die ersten Meter quetschten sich Massen noch an den engen Treppen vorbei hinauf oder hinab. Nach etwa 5 Minuten wurde es dann immer weniger. Der komplette Abstieg dauerte etwa 20 Minuten und war wirklich sehr steil.

Unten angekommen hatte ich die Wahl, entweder nach rechts den Hauptpfad oder nach links zum Laura Forest der mit 1,5 km ausgeschildert. Kann ja nicht so lange dauern - dachte ich und da es noch relativ früh war, ging ich nach links ;)

Ein super Wahl wie sich herausstelle, da der Weg einfach nur ein Traum war. Hinter jeder Ecke war ein neuer WOW- Ausblick. Zudem sah ich in der ersten halben Stunde keine Menschenseele.

Um es kurz zu machen, die 5 stündige Wanderung war gespickt von Riesenfarnen, Wasserfällen, moosbedeckten Riesenbäumen und man kommt sich vor wie im Märchenwald.

Irgendwann musste ich natürlich wieder die ganzen Meter hoch! Die tolle Umgebung und Pausen an traumhaften Wasserstellen machten den Aufstieg aber zu einem Kinderspiel.

Oben angekommen, konnnte ich nicht anders als jeden View Point anzulaufen, der auf dem Rückweg zum Echo Point angelegt wurde. Manche waren so versteckt und zugewuchert, dass ich der Einzige war, der dort die Aussicht genoss.

Alles in allem ein perfekter Wandertag und wohl ein guter Vorgeschmack auf Neuseeland.

P.s. Das Uploaden der Bilder hat aus mir unerklärlichen Gründen nicht funktioniert. Bem letzten Album waren mir aber dafür ja schon welche mit ins Album gerutscht.

P.p.s Ich bin seit Dienstag Abend bereits in Neuseeland und wohne bei Freunden in Christchurch. Hier habe ich mich ein paar Tage ausgruht und es mir gut gehen lassen. Morgen werde ich mit einem Camper, der mir von unseren guten Freunden ausgeliehen wird, die Südhalbinsel für 10 bis 14 Tage erkunden. Auf diesem Trip werde ich wohl auch eher sporadisch Internet Zugang haben. Ich werde aber definitiv von den Touren berichten und die schönsten Bilder hochladen!

 

 



Donnerstag 08 April 2010

Sydney Ostertage

Am nächsten Tag musste ich dann leider bei Kim auschecken, da sie 2 weiteren Couchsurfern zugesagt hatte und somit komplett ausgebucht war.

Da am Abend zuvor aber ein paar Freunde von Kim zu Besuch waren, konnten die mir schon gute Empfehlungen für ein Hostel geben.

Das Pink House in Kings Cross sollte eine gute und günstige Adresse sein und somit machte ich mich morgens mit Angela auf den Weg in das Backpacker und Partyviertel Sydney's. Nach kurzem Suchen waren wir auch schon da und dank eines Osterangebots war mein Bett für 21 $ p.N. für meinen restlichen Aufenthalt gebucht.

 

Also, Sachen abgestellt und direkt mit der Ubahn zur anderen Seite der Brücke, von wo aus ich zurück in die Stadt gehen konnte und Angela sich mit einer Freundin traf. Von der riesigen Brücke aus hat man einen tollen Blick auf die Skyline und die Oper; jedoch leider nur durch die riesigen Schutzgitter.

 

Wieder am Circular Quay angekommen, folgte ich einer weiteren Empfehlung der Mädels und nahm die Fähre zur Watsons Bay. Alleine die Fahrt dort hin sollte sich schon lohnen, da ich einen Platz auf dem Deck ergattern konnte und man von dort aus eine tolle Aussicht auf die ganze Stadt rund ums Wasser hat.

Watsons Bay ist eine kleine Landzunge mit kleinen Cafe's und einen Park. wo sich an diesem Ostersamstag viele Leute einen schönen Tag machten.

 

Das Highlight ist aber der Aussichtspunkt und ein kleiner Weg entlang der Klippen. Die nächste fantastische Aussicht in alle Richtungen und die Bilder sprechen wohl für sich.

 

Am Sonntag entschied ich mich dann noch für einen langen Erkundungsspaziergang durch die innere Stadt. Wie schon gesagt, herrscht dank der  vielen Parks, gemischt mit alter und neuer Architektur,  eine tolle Atmosphäreund dann das optimale Wetter von 26°.

An einem anderen Hafen, wo all die Attraktionen wie Chinese Garden, Aquarium, Imax und Co eng beieinander sind, tummelten sich die Menschenmassen.. Alle waren mit Kind und Kegel am Feiertag unterwegs. An jeder Ecke waren Entertainer mit Ihren Programmen dabei, die Menschen zu unterhalten.

Den ganzen Tag überlegte ich, was ich denn am besten am Montag, meinem letzten Tag in Sydney tun sollte. Ich erkundigte mich über das mögliche Programm und die Preise. Aquarium, Dinosaurier-Austellung oder Kino waren die Alternative mit Preisen von 12 bis 40 $.

Die Entscheidung fiel, als mir mein russischer Zimmerkollege am späten Nachmittag von seinem Tagestrip zu den Blue Mountains erzählte. Nur zwei Stunden Zugfahrt und das Ticket für 16,80$ hin und zurück. Da ich schon einiges von diesem Naturparadies gehört hatte und mich seine Bilder sofort überzeugten stand das Programm für Montag.

An diesem Tag stand aber auch noch eine Sache auf dem Programm, die ich ich unbedingt abhacken wollte. Zum Bondi Beach und in den riesige Wellen schwimmen. Also Badehose an und Handtuch geschnappt und ab zur Ubahn.

Ein absolut genialer Spaß sich von den gewaltigen Wellen wegspülen zu lassen oder unter Ihnen hin durch zu tauchen. Dabei noch ein traumhafter Sonnenuntergang....was will man mehr?

Die Bilder in der Diashow

 



Samstag 03 April 2010

Sydney Day 1

Melbourne hatte schon schwer beeindruckt in Sachen Lifetyle, Leute, Klima und Atmosphäre aber Sydney kann das alles toppen!

Am frühen Morgen angekommen, setzte ich mich direkt in den Bus Richtung Coogee Beach, wo meine nächste Couchsurferin Kimbily ihr Appartement hat.

Es ist ein kleiner Strandabschnitt in der Nähe des bekannten Bondi Beach. Alles ist hier so perfekt wie in einer Filmkulisse. Eine kleine Strandpromenade mit Geschäften und jede Menge Cafes. Davor ein kleiner Park mit öffentlichen Barbeque-Grills und Palmen. Der Strand ist eingekesselt von beeindruckenden Kliffen, die die ganze Küste entlang das Bild prägen.

 

Die Menschen scheinen hier sorgenfrei zu sein und noch einen Tick entspannter als in Melbourne. Das könnte aber auch den Grund haben, dass dies eine ziemlich wohlhabende Gegend Sydney's ist. Die Wohnungs und Häuserpreise bestätigen dies. Das Appartement von Kim z.B, mit zwei Schlafzimmern, Bad, Wohnzimmer und Küche ist mit Sicherheit nicht das schlechteste aber auch nichts außergewöhnliches...ist zu kaufen für 1 Million Aus. $. Andere Häuserpreise fangen aber in ganz Sydney bei diesen Summen erst an und gehen mit Leichtigkeit bis zu 5 oder noch mehr Millionen. Wahnsinn!

 

Wie auch immer, ich hatte das Glück, hier umsonst übernachten zu dürfen und mich mit den „Locals“ auszutauschen.

Am ersten Tag stand nichts weiter auf dem Programm, als bei einem Cafe zu Quatschen, was die Aussis sehr gerne tun und gegen Nachmittag einen längeren Spaziergang zu machen. Diesen unternahm ich mit Angela, einer weiteren Couchsurferin, die bei Kim wohnte. Wir gingen von Coogee aus die Küste entlang zum Bondi Beach. Wohl einer der schönsten Spaziergänge, die ich jemals gemacht habe. Hinter jeder Kurve und Biegung kam eine neue Traumkulisse zum Vorschein. Ich hoffe, die Bilder können dies ein wenig vermitteln.

Freitag fuhr ich mit dem Bus in die City zum Central Quai und startete von dort aus das ganz normale Touristen Programm. Sydney Opera, Botanic Garden und The Rocks.

Die Oper ist nicht zu unrecht weltbekannt und hat eine einmalige Lage in der Bucht. Der botanische Garten liegt direkt nebenan und ich verbrachte dort bestimmt 3-4 Stunden. Man kann dort einmal außen am Wasser entlang laufen und hat immer den Traumausblick auf die ganze Bucht und die umherfahrenden Segelboote und Fähren. Danach läuft man dann quasi von hinten durch die verschiedenen Bereiche: Rosengarten, Gewürze, Asiatische Pflanzen, Bedrohte Pflanzen, Palmen... einfach alles ist da und so wunderschön in der hügeligen Landschaft angelegt das man sich nicht satt sehen kann. In einer Ecke hingen auch die riesigen Flughunde zu Hunderten in den Bäumen, wie wir sie schon zuvor in Sri Lanka gesehen hatten.

Nachdem ich mir dort die Füße auf den Flip Flops platt gelaufen hatte und mich nach meinem Macces-Fraß im kleinen Park vor den Docs ein wenig ausgeruht hatte, lief ich im Nachmittag noch in dem Viertel „The Rocks“ umher. Das ist der Bereich vor der großen Brücke die das ganze Bild der Stadt mit ausmacht. Der Name kommt wohl daher, dass alles auf einem Hügel liegt. Auch wiederum traumhaft zum Umher schlendern mit jeder Menge Cafes und Bars.

Schwer beeindruckt und komplett ausgelaugt ging es dann zurück nach Coogee...Pizza essen und schlafen. ;)

Die ersten Bilder aus Sydney

 


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