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Vorgestern haben wir euch ja bereits berichtet, dass es auch stressige und durchaus lebensgefährliche Situationen geben kann. Dies auch für bleiche Westeuropäer, man glaube es kaum. Der eine Grund ist natürlich, dass wir kaum als solche zu erkennen waren, dank unserer "Verkleidung", mit Helm, Mundschutz und Mütze. Der andere Grund ist mit Sicherheit, dass hier ein Leben nicht viel zählt und schon gar nicht, das eines Motorradfahrers. Teilweise wurde mehr für die Straßenhunde gebremst als für uns! Genug dazu. Bitte passt doppelt auf, wenn ihr hier auf den Bikes unterwegs seid. Es wäre jammerschade!

Die heutige Fahrt war das, was uns Keith im Eigentlichen berichtete. Ein "taffer ride" aber bei Sonnenschein zu genießen. Genau diesen Sonnenschein hatten wir heute und es lag vermutlich auch an der früher angesetzten Reisezeit, gegen zehn Uhr morgens. Wir konnten jede Serpentine genießen und sie flogen nur so unter uns hinweg. Die Unterarme brutzelten in der Sonne vor sich hin und als Windstopper hatten wir uns Mülltüten um den Oberkörper gebunden. Echte deutsche Penner auf Reisen ABER glücklich und warm. :-)
Die Rückfahrt sollte diesmal auch nur ca. zweieinhalb Stunden dauern und es gab eine Menge zu sehen. Das vermutlich Interessanteste war der eigentliche Ritt durch die Wolken aber am Rande wurden wir auch Zeuge einer "Dorfschlachtung", eines Wasserbüffels. Blutig aber zufrieden dreinschauend, lag der abgetrennte Schädel, neben dem zerteilten Tier. Bilder waren dieses Mal leider nicht möglich, da sie noch alle Messer in den Händen hielten und mit ihnen nach dem Motto schwenkten "fahr weiter sonst....". Dies lag wahrscheinlich daran, dass wie zuvor einige Male auf den Märkten erlebt, Schlachtszenen und deren Aufnahmen nicht immer erwünscht sind.

Angekommen in DA NANG, empfing uns Keith. Er hatte seine drei besten Freundinnen eingeladen, um uns etwas die Gegend zu zeigen und es sollte ein wirklich super Tag werden. Es ging zum "Monkey Mountain". Eine Steilküste, welche übersät ist mit gigantischen Granitfelsen, die teilweise aussehen wie kleine Spielzeugmurmeln. Der bis dahin schönste Strand unserer Meinung. Die Mädels hatten panische Angst vorm Wasser, bzw. vor Keith´s Attacken sie reinzuwerfen. Alle drei können nicht schwimmen. Wir schliefen unter dessen, eine halbe Stunde, auf den mollig warmen Granitbrocken. Nach zwei Stunden des herumalberns am Strand, ging es geradewegs zum nächsten Seafood Restaurant. Es gab verschiedene Sorten Muscheln und gegrillte Riesengarnelen. Als Hauptspeise gekochter Fisch (keine Ahnung welche Sorte) und eine klare Gemüsesuppe, mit Nudeln.

Unsere sonnenverbrannten Schädel pochten langsam vor sich hin. Uns saß der anstrengende Tag in den Knochen. Für morgen haben wir uns dann mit Allen zum großen Ausflug nach Hoi An und Umgebung verabredet. Auf dem Rückweg hielten wir noch auf der neugebauten, herrlich beleuchteten Brücke DA NANG´s an, die stark an die „Golden Gate Bridge“ erinnert. Es war wie ein Jahrmarkt, mitten auf der Schnellstraße. Jeder der Lust und Zeit hatte, hielt inne und guckte sich das Spektakel der verschiedenen Farben an. Wie gesagt MITTEN auf der Schnellstraße und wir sind uns sicher in Deutschland gibt’s dafür ein saftiges Trinkgeld für den Staat. Wundervolles Vietnam!

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