| Tommy und „wie raube ich Touristen aus?“ |
| Sonntag, den 28. Februar 2010 um 04:19 Uhr |
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Wir waren also mit unserer internationalen Gruppe in der Stadt unterwegs. Es war ein schöner Abend und ein Teil der Gruppe hatte sich früh Richtung Hostel verabschiedet. Tommy, Robin und Oliver drehten noch die ein oder andere Runde. Wir wissen nicht wie oder wann aber Robin und Oliiver schafften es zurück zum Hostel. Zumindest alleine. Tommy hatte anscheinend mitten in der Nacht eine „Heimbegleitung“ mitgebracht. Wie sich raus stellen sollte auch einen kriminellen Anhang. Der Arme war offenbar so besoffen und dicht, dass er nicht nur von der Prostituierten beschissen, sondern auch von deren Rikschafahrer beklaut worden ist! Zumindest empfing er uns mit den Worten: „I think i did a big mistake.“. Oh ja lieber Tommy, das war eine verdammt teure Nacht! :-)
So gab es eine glückliche Prostituierte mehr in Phnom Penh und einen Rikschafahrer der ab sofort die besten Bilder, mit einer wirklich guten Kamera schiessen sollte. Wie gesagt, manche Szenen erinnern einen einfach nur an Filme oder solche die es noch werden sollen.
Tommy´s Laune erhob sich dann am Frühstückstisch und seinem ersten aber nicht letzten Happy-Shake an diesem Tag. Wir hatten uns, nach gründlicher Überlegung und abwägen der großen Hitze, das Museum ausgesucht. Es ist im Grunde ein großer Gebäudekomplex der einer Schule ähnelt. Schon am Eingang wurde uns sehr schnell bewusst, das dies keine Schule mehr ist. Alles war mit Stacheldraht umspannt und stark gesichert. So betraten wir nach 2$ Eintrittspreis das erste Gebäude.
Die Bilder Toter und gefolteter Menschen empfingen uns in einem Raum, der von oben bis unten mit ihren Bildern und grausamen Todesursachen bebildert war. Die folgenden Räume sollten noch schlimmer werden, da hier die besonders verhassten, vermeindlichen Regime Gegner, auf sehr grausame Art und Weise gefoltert wurden. Ihre „Betten“, vielmehr stählerne Liegen, waren mitten im Raum aufgebaut und die entsprechenden Fesselketten hingen noch immer an ihnen. In jedem Raum war also das Bett und das Bild des Toten oder seinen Resten ausgestellt. Es entstand eine beklemmende und erdrückende Stimmung in der Gruppe. So beschlossen wir einstimmig das dies genug sein sollte für diesen mittlerweile traurigen Tag. Auf der Suche nach unserem Rikscha Fahrer, der auf uns warten wollte, kam dann die zweite Überraschung. Fünf Personen waren zuviel für die Rikscha und sein Motorrad war gebrochen. So versprach er seinen wartenden Kollegen er sei „in fünf Minuten“ wieder da. Nach zwanzig Minuten und weiteren fünfzehn des Preise Verhandelns, fuhren wir schließlich mit seinen Kollegen davon.
Am Abend saßen wir am See und gaben den Moskitos ein letztes Festmahl. Tommy schlenderte durch die Straßen auf der Suche nach bekannten Rikscha Fahrern. Ohne Erfolg. Der Rest der Gruppe machte sich auf ins Lazy Gecko zum Dinner. Der Abend war trotz des Schockers am Mittag ausgelassen humorvoll und freundschaftlich wie bereits zuvor. Die ganze Welt kann man nicht verändern aber die Welt die man verändern kann ist seine ganz eigene kleine Welt und die Menschen um einen herum. So beruhigten wir unsere Freunde aus Israel Reut und xxx, dass „die Deutschen“ Hitler garnicht mehr gut finden und es keine Demonstrationen gegen Juden gibt. Ihre Regierung hat ihnen offenbar ein anderes Bild Deutschlands vemittelt als dies der Realität entspricht. Aber wie gesagt, die Welt um sich kann man verändern und so veränderten wir ihr Bild von Deutschland an diesem Abend und den Tagen zuvor. Und am ganz am Rande:“ Reuuuuuut you are craaaazy ;-)“, kleiner Insider am Rande. Danke für die super Zeit mit euch allen! Der weitere Abend verlief ohne Kamera-Dramen oder Schocker der Vergangenheit. Alle waren satt und glücklich. Die Tickets sind gebucht und es geht weiter mit dem Bus Richtung Siem Reap und Angkor Wat. Die Diashow unseres Tages
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