Wildes Kambodscha.
Dienstag, den 02. März 2010 um 10:33 Uhr

Unsere Fahrt im "Sleeper-Bus" war nicht so verschlafen wie wir es uns gewuenscht hatten. Der Bus war offensichtlich ueberbucht und so nahmen wir in der letzten Reihe platz.

Was immer interessant ist waehrend des Reisens ist das Preisevergleichen.
So muss man zunaechst wissen, dass hier in Kambodscha der amerikanische Dollar beliebter ist als die lokale Waehrung "Riel". Das führt dann des Öfteren zu Verwechslungen der besonderen Art, wenn man halb Dollar, halb Riel sein Wechselgeld erhält. Genug dazu, jetzt zum grossen Spiel des Preisevergleichens.
Am besten fragt man immer die Leute um einen herum. Wir fragten Jaz und Clara aus Kanada, wieviel sie für ihr Busticket gezahlt hatten. 10$ und wir schlappe 14$. Leider veloren. :-)

Sunset in Cambodia

 

Die Sitze waren keinen der 14 Dollar wert, da wir noch nicht einmal unsere Beine unterbringen konnten. So schlief einer auf dem Flur und der andere arrangierte sich mit den verbleibenden zwei "micro-Sitzen".

 

Angekommen in Sihanoukville ging es zum Hostel. Mit einem Durchschnittslohn von 50$ hier in Kambodscha (ca. 36eur), ist jedes Verhandeln mit dem Rikschafahrer wie ein Kampf. Dies auch zurecht und man sollte immer der Devise folgen: Leben und leben lassen. So gaben wir bei 1,50$ pro Kopf unser Ok fuer die Fahrt zum Hostel.
Um einen besseren Eindruck von der Gegend zu bekommen lohnt es sich ein Motorrad oder Roller zu leihen. Die Preise liegen im Schnitt zwischen 3-6$ pro Tag.

Sihanoukville


Wir entschlossen uns zur preiswerten Variante und bekamen die Rostlaube schlechthin als Dankeschoen. :-)
Es ging in die Stadt um eine Telefonkarte zu kaufen und Geld zu besorgen. Bereist gegen zehn Uhr morgens brennt die Haut in der Sonne und wir wollten alles schnellstmoeglich erledigt haben.
Und wie das nunmal so ist, wenn man noch mal eben "schnell" was erledigen will, es passiert was Dummes.

So fuhren wir, versehentlich, über eine rote Ampel . Zu unserem Erstaunen waren die Freunde in Uniform auch gleich zur Stelle. In Vietnam war das "ueber rot Fahren" quasi Nationalsport und kein Problem.

Hier sah das Ganze anders aus. Es sprangen wie vom Teufel besessen, zwei wildpfeifende und bewaffnete Beamte in die Strasse. Im ersten Moment war unsere Aufregung gross, da alles ziemlich schnell ging. Als jedoch nach unserem ersten taktischen Zug des "i cant speak English, don't understand!", die Preisverhandlungen anfingen war es eine lustige Situation.

Im ersten Moment empfiehlt es sich immer einen auf "dumm" zu machen. Wenn man dabei noch von der dreisten Natur ist und ein wenig Druck macht: "I dont understand you. - I go now!  -  I go now! Can i go?!", dann kommt man meistens mit einer sehr kleinen Strafe davon.Wir wollten unbeding noch ein Foto von den Zwei, also einigten wir uns von anfaenglichen 5$, auf 1$.Unser nächster Wert für das Preisevergleichen war geboren.

Paul mit Police Officern

Uns wurde dann noch viel Glueck auf unserer Reise und das Beste fuer den Tag gewuenscht. Wir wuenschten es ihnen auch, denn ihr Charme und die kindliche Freude über den gewonnenen Dollar waren zu gut!

Auf dem Weg zurück zum Hostel, wir glaubten es kaum, trafen wir Sascha aus Kanada wieder. Er schlenderte gerade die Strasse runter und hat die zwei Halbaffen die sich da auf dem Motorrad näherten garnicht bemerkt. Dementsprechend gross und freudig war die Überraschung und so verabredeten wir uns für den Abend am Strand.

 

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