Die Fahrt nach Krabi und der erste Eindruck
Freitag, den 12. März 2010 um 02:07 Uhr

Nun hatten wir Bangkok mehr oder weniger erkundet, soweit man diese gigantische Stadt in drei Tagen durchlaufen kann. Es gibt viel zu entdecken und erst Recht wenn man einen Host hat der sich zum Reiseführer berufen fühlt. Das ein oder andere Mal haben wir uns einfach nur noch Ruhe gewünscht und dieser Wunsch sollte bald in Erfüllung gehen.

Krabi Town

 

Der Bus war gebucht und Treffpunkt plus Zeit fest definiert. 17.30Uhr in der Kao San Road. Wir waren pünktlich, der Bus nicht. Warten ist mittlerweile zu einem festen Hobby unsererseits geworden und so störten uns die lächerlichen zwei Stunden rein garnicht. Ok, garnicht ist übertrieben aber was will man schon machen, wenn keiner Englisch spricht und dich alle anlächeln? Nix, genau das.

 

So fuhren wir gegen halb acht dann los und die Plätze waren dieses Mal auch so belegt, dass jeder bequem auf einem Doppelsitz Platz nehmen konnte. Super!

Die Ersten schliefen schon fest als ein monsunartiger Regen einsetzte. Das Plätschern war so laut, das die Fahrtgeräusche bald nicht mehr zu hören waren.

Die Fahrt war gut und ohne weitere Komplikationen, bis zum Morgen. Dann war es soweit und wir sind uns sicher, dass es ein geschickt eingefädelter Zug der Reiseunternehmer war. „Bus broken, change, change!“ Schrie einer der Helfer in die schlafende Menge. Unsere Rucksäcke lagen schon auf der Straße und eh wir uns versahen, war die ganze Gruppe in Jeeps und kleine Lastwagen aufgeteilt. Alle wurden dann zum Buchungscenter für weitere Aktivitäten gebracht und in ihrem Halbschlaf zu weiteren Geschäften animiert. So auch wir. Nach zehn Minuten des Zuquatschens gaben wir schließlich nach und ließen uns „umsonst“ nach Krabi fahren, wohl bemerkt unter der Voraussetzung, das vorgeschlagene Hostel zu buchen und nicht das von uns geplante.

Beach in Krabi

Angekommen fingen dann die Preisdiskussionen an und wir wurden zu unserem „Zimmer“ in den feuchten Keller geführt. Die drei Kilometer die das Hostel entfernt sein sollte wurden wir bereits beschissen, es waren 300m!

Das haben wir unserem freundlichen Fahrer dann auch vorgehalten und er war augenblicklich nicht mehr freundlich. „Du hast uns einmal angelogen und jetzt das Zimmer hier im Keller. Willst Du uns verarschen???“, so ungefähr sollte die passende Übersetzung dessen sein, was wir von uns ließen.

Bevor es zu einer physikalischen Unterhaltung ausartete, er hatte mittlerweile seinen Kumpel dazu geholt, nahmen wir in aller Ruhe unsere Sachen und gingen vor die Tür. Er wollte dann noch Geld und das übliche Geschreie nahm seinen Lauf. Am Ende siegten jedoch wir und das sogar ohne körperliche Anstrengung. Wir zahlten NICHTS!

An unserem wirklich schönen aber schlichten Hostel angekommen war der Ärger schon wieder halb vergessen. Zimmer gebucht, Dusche genommen, Roller geliehen und ab dafür Richtung Strand.

Krabi liegt ausserhalb und es ist preiswert hier. Man kann direkt am Strand wohnen, zahlt aber dann mindestens das dreifache. So waren wir mit dem Roller, plus Sprit immer noch günstiger als an der Toplage. Und ausserdem herrscht hier das Leben und man bekommt was von den Einheimischen mit.

Mit dem Roller fuhren wir durch die typische Klischee Landschaft, so wie man sie kennt. Berge die mitten aus dem Meer wachsen und grün bewachsen sind wie der tiefste Dschungel. Fantastisch!

Die Serpentinen ziehen sich durch dieses „Gebirge“ und nach guten 15 Kilometern ist man am Strand. Nicht an irgendeinem Strand, sondern an einem von riesigen Bergen und kleinen Buchten durchzogenen Traumstrand. Die Ebbe war da und so konnten wir bis an die Berge durch das Watt laufen. Der Boden unter uns bewegte sich stetig. Es waren tausende und abertausende von kleinen Krebsen unterwegs auf Nahrungssuche. Muscheln in Formen und Farben wie wir sie noch nie gesehen hatten säumten den Strand.

Das einzige was diesem Traum einen Schatten verpasste, waren die zwanzig bis dreißig Boote die Touristenmassen aus der Bucht und wieder hinein beförderten. Doch sobald man den Krebsen hinter die Berge gefolgt war, so war auch der Lärm der Motoren nicht mehr da.

Die Gegend zu erkunden machte uns riesigen Spass und schon bald waren wir vom Strand in die nähere Umgebung gefahren, da Strandprogramm noch die nächsten Tage anstehen sollte wenn unser Freund René und seine Freundin Nicole „zu Besuch“ kommen sollten.

Es gibt tausende kleine, schöne und versteckte Ecken man muss sie nur finden. ;-) So wurde es schnell dunkel und im Dunkeln auf unbekannten Straßen, so hatten wir es in Vietnam gelernt, kann es schnell gefährlich werden.

Auf dem Heimweg sahen wir noch die üblichen Fruchtplantagen aber diesmal mit Elefanten! Dies und mehr bewahren wir uns aber für die nächsten Tage auf.

Die Diashow bei Flick

 

 

 

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