Das Training hat wieder begonnen.
Freitag, den 19. März 2010 um 16:22 Uhr

Die Fahrt mit dem Mini-Van zurück nach Krabi hatte uns beide geschlaucht. Es war heiss, der Van war zugequetscht mit zig Menschen und der Fahrer hielt alle fünf Minuten, um irgendein Paket oder irgendeinen Umschlag abzuholen oder abzugeben. Die 40 Grad im Schatten und die ständigen Kurven, mit einem Mix aus dem Geruch von thailändischem Fastfood, hatten ihre Spuren bei uns hinterlassen.

Angekommen im Good Dream, ließen wir nur noch unsere Rucksäcke fallen und belohnten uns mit einem herrlichen Curry aus der bereits erwähnten Küche.
Den Nachmittag ließen wir dann auch eher ruhig angehen und aßen was uns vor die Linse kam. Ein Schlemmertag sozusagen. Und den hatten wir uns redlich verdient!

Die Monate sind schnell ins Land gegangen und uns ist aufgefallen das wir in der ganzen Zeit so gut wie garnicht trainiert hatten. Die ein bis zwei Mal, die wir aus Spass an der Freude Klimmzüge an Bäumen gemacht hatten oder Steine durch die Gegend geworfen haben, mal abgesehen.
Im Zusammenhang mit den vertilgten Kalorien, nahmen wir uns fest vor am nächsten Morgen eine Runde zu laufen. Ganz fest!

Die Hitze macht es einem als Westeuropäer aber auch kaum möglich sich schneller als Schritttempo nach neun Uhr morgens zu bewegen. Aus diesem Grund hieß es um sechs Uhr morgens, raus aus den Federn!

Wir joggten in mehr oder weniger ruhigen Zügen den Pier entlang und unser Ziel war der "Pumperpark". Ein Park der von der Stadt nur zum Laufen und Trainieren angelegt worden war. Sowas vermisst man im verfettenden Deutschland zu Recht. Von der Klimmzugstange bis hin zur Schrägbank für die Bauchmuskeln, war alles vorhanden. Wir hatten uns vorgenommen es langsam angehen zu lassen und unsere Pumpe arbeitete schon kräftig vom Joggen.

Jedes Gerät einmal und dann gucken das wir ohne Seitenstiche zurückkommen, war das Ziel des Tages.
Was uns an diesem frühen Morgen auffiehl war der Fakt, dass nur Rentner aktiv waren und sie es genossen zwei junge Männer schwitzen zu sehen. Sie lachten uns an oder manchmal auch aus, denn ihre Fitness war erstaunlich und wir hatten bis zu diesem Tag noch nie einen Opa mehr Klimmzüge machen sehen, als wir es in der Lage waren. Einen großen Respekt an diese Leute und jetzt ist uns auch bewusst warum die Asiaten bis ins hohe Alter gesund und munter sind.

Auf jeden Fall haben wir unser Programm mit Mühe und Not beenden können und waren heilfroh als wir wieder am Hostel ankamen. Geduscht fielen wir dann wieder ins Bett und sind erst gegen Vormittag wieder aufgewacht. Zwei Luftpumpen in Thailand!

Den Rest des Tages chillten wir so vor uns hin und es gab das ein oder andere Eis als Belohnung, für diesen ach so anstrengenden Morgen. Also morgen früh die doppelte Runde! ;-)

 

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