| Able Tasman und Pancake Rocks |
| Samstag, den 17. April 2010 um 08:44 Uhr |
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Der Schnupfen war leider noch nicht weg aber dafür war das Wetter perfekt zum Wandern. Mittelmäßig bewölkt und ca. 18°. Um 9 Uhr Morgens wurden alle Wanderer, die das Wassertaxi gebucht hatten vor dem Campingplatz abgeholt. Der ganze Track ist ca. 32 km lang und so kann man je nach Lust, Ausdauer und Zeit seine individuelle Route planen. (Will man den ganzen Track laufen, muss man Übernachtungen in Hütten mit einplanen.) Ich hatte mich für eine 6 Stunden Wanderung von der Bark Bay bis zurück zu Ausgangspunkt entschieden. Bevor das Wassertaxi mich absetzte, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum wohl ziemlich bekannten gespaltenen Felsen. Ich kannte ihn jedenfalls nicht aber er sah tatsächlich beeindruckend aus.
Der ganze Track war traumhaft angelegt und man ging teilweise mit Sicht auf die Buchten bzw. das Meer, immer wieder auch durch den neuseeländischen Urwald.
Auf dem Track selber gab es so manchen Abstecher zu den Buchten oder zum namhaften „Cleopatras Pool“ Diesem Namen konnte ich natürlich nicht wiederstehen und da ich noch gut in der Zeit war – am Nachmittag sollte es regnen - , nahm ich diesen 30 minütigen Abstecher in Kauf. Und es war jede Sekunde wert. Ein Bach, der mit großen Steinen gespickt war, die sich, je weiter es ging, zu riesigen Felsbrocken entwickelten. Ganz oben am Ende des Pfades hatte man dann endlich freie Sicht und es war atemberaubend, was die Natur hier ausgespuckt hat. Wie aus einer Filmkulisse oder einem Freizeitbad, nur multipliziert mit 10 in Sachen Schönheit und Größe.
Ich konnte leider nur ca. 50 Meter weit gucken, da der Fluss eine Biegung machte. Und natürlich musste ich weiter um mehr zu sehen ;) Also von einem auf den anderen Felsbrocken im Fluß und bloß schauen das man nicht auf eine glitschige Stelle tritt. Sonst ist es mit dem Spaß vorbei! Ich kam noch etwa 50 weitere Meter bis hin zu 2 Monsterfelsblöcken die mitten im Fluss lagen. Bestimmt 10 Meter an jeder Seite und wer weiss wie schwer. Ein toller Anblick und spannend sich vorzustellen, wann und wie diese Dinger an ihren Platz gekommen sind. Dieser „kleine“ Abstecher hatte mich, nach dem ich dort komplett die Zeit vergessen hatte, eine ganze Stunde gekostet und so musste ich mich dann etwas dran halten. Der Wassertaxifahrer hatte uns vorher noch mitgeteilt, dass wenn Ebbe ist man an einer bestimmten Stelle eine Abkürzung nehmen kann die 40 Minuten erspart. Ich war mir da zwar nicht ganz sicher, aber da ich von ziemlich weit oben eine Bucht gesehen hatte und kurze Zeit später eine kleiner Trampelpfad vom eigentlichen Weg abging ging ich kurzentschlossen diesen Weg. Bestimmt 10 Minuten durch Büsche und wirklich ziemlich steil begab, dachte ich mir schon auf dem halben weg: bitte nicht wieder den gleichen Weg zurück! Unten angekommen war dann das Ende vom Weg und von dort aus konnte man tatsächlich eine Bucht sehen. Ob es die richtige war wusste ich nicht ;) Und dazwischen war... die Flut. Meter Wasser versperrten mir den Weg. Also was tun? Den ganzen Weg zurück und das steil bergauf! Nein, wenn schon mal in Neusseland und auf einem der besten Tracks dann auch Abenteuer pur. Also Schuhe, Socken und Hose aus und alles gut verstaut.
Spätestens als ich mir das kalte Wasser bis zu den Knien stand wünschte ich mir meinen Wandergefährten Paul zurück. ;) Also erst mal am Ufer lang und schauen ob das Wasser tiefer wurde. Ich watete ca.. 50 Meter bis ich dann endlich mal einen Weg durch die Mitte finden musste. Das Wasser hatte mittlerweile die empfindlichen Zonen erreicht und so musste ich nach 20 Minuten verzweifeltem Wegsuchens einsehen, das es keinen Sinn machte. Also zurück und einreden, dass es Spaß gemacht hat ;) hat es aber auch wirklich. Und so musste ich tatsächlich den schlimmen Pfad wieder hoch. Oben angekommen war ich dann das erste mal so richtig ausser Atem und die Laune stieg nicht gerade als ich das nächste Schild sah: Marahau 4 Stunden. Die ersten 4 Stunden ging ich fast ohne Pause und auch trotz des Schnupfens ohne Probleme. Jetzt merkte ich aber die Beine schon ziemlich heftig. Um es kurz zu machen, ich weiss nicht, wie ich es geschafft habe, aber die Zeit ging tatsächlich relativ schnell um und auch die letzten 2 Stunden im Regen konnten mir nichts anhaben. Danach gab es dann nur noch: duschen, essen, schlafen. Erstaunlichererweise hatte ich am nächsten Morgen keinen Muskelkater und auch der Schnupfen war nicht schlimmer geworden. An diesem Tag hiess es dann nur Meter machen und an die Westküste kommen. Ich fuhr von morgens um 8 bis abends um 6.30 Uhr. Natürlich mit einigen Pausen und einem kleinen 20 Minuten Spaziergang zu einem Lookout. Der beste Abstecher waren aber die berühmten Pancake Rocks. Wieder so ein Wunderwerk der Natur. Ich schaffte es noch bis kurz vor den Franz Josef Gletscher, wo ich dann Morgen eine Neue Wanderung in Angriff nehmen werde. Die Bilder in der Diashow
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