| Franz Josef und Fox |
| Montag, den 19. April 2010 um 07:24 Uhr |
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Wie schon gesagt, schaffte ich es noch bis kurz vor den Franz Josef Gletscher. Genauer gesagt bis nach Whataroa – ein ca. 100 Seelendorf, wie die meisten an der Westküste. Bestehend aus genau einer Straße. Naja vielleicht noch zwei bis drei Abzweigungen, aber das wars dann auch. Ich brauchte also keine halbe Stunde mehr um an der Infostelle zum Franz Josef Gletscher anzukommen. Das Wetter war OK. Leicht bewölkt, aber noch kein Regen.
Ein fünf Stunden Track, den ich eigentlich in Angriff nehmen wollte, war leider wegen starken Regens in den letzten Tagen nicht begehbar. So entschied ich mich für einen 3-4 Stunden Track, der etwas ausserhalb lang ging aber auch einen tollen Ausblick auf den Gletscher versprach.
Das wirklich tolle daran war, ausser natürlich der wieder mal atemberaubenden Natur, dass ich der Einzige war, der sich diesen Weg an diesem Morgen ausgesucht hatte. Weniger toll waren die dichten weissen Wolken, die mir am ersten Lookout nach 1,5 Stunden jegliche Sicht auf den Gletscher versperrten. Da der Weg nicht nur sehr steil sondern auch ziemlich feucht und teilweise sehr rutschig war und es zudem seit einer halben Stunde permanent durch das dichte Blätterdach tröpfelte, entschloss ich mich hier umzukehren. Das war eine gute Entscheidung, wie sich 10 Minuten später herausstelle, da ich das Regencape anziehen musste, weil der Regen immer stärker wurde. Aber wie heisst es doch so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung. Der Regen konnte mein Laune auch nicht trüben. Nur hiess es jetzt nach zwei Beinahe-Ausrutschern noch mehr auf jeden Schritt zu achten.
Wieder am Camper angekommen, war es gerade mal 12 Uhr und ich fuhr zum höchst gelegenen Parkplatz, von wo aus man einen sicheren Blick auf den Gletscher hat. Es regnete noch stärker und ich überlegte, ob ich die klammen Klamotten ausziehen sollte und erst mal Mittagspause machen sollte. Nach weiteren fünf Minuten war der Schauer aber vorbei und die Sonne kam raus. Also nichts wie los. Aus dem Hauptweg zum Gletschertal konnte man noch einen steilen Hügel mit einer perfekten Aussicht erklimmen. Obwohl der Parklatz gerammelt voll war, war ich hier wieder allein. Die Feuchtigkeit stand noch im Tal und so tat sich wie gemalt ein Regenbogen vor dem Gletscher auf. Ein unbezahlbarer Anblick.
Danach ging ich natürlich auch noch durch das Tal bis kurz vor das Ende des Gletschers. Von Oben sah noch alles überschaubar aus, doch wenn man erst mal hindurch läuft, kommt man sich schon sehr klein vor. Später war dann nur noch essen angesagt und schon mal weiter fahren zum Fox Gletscher. Ein genauso kleiner Ort aber mit einem sehr netten Camperpark.
Am nächsten Morgen war dann strahlend blauer Himmel. Was mir unbedingt von der netten Besitzerin empfohlen wurde, war Lake Matheson. Ein See, 6 km ausserhalb mit fantastischem Blick auf Mt Cook und Mt Tasman. Und sie hatte recht gehabt. Ein genialer Spaziergang bei perfektem Wetter. Wiedermal beschreiben es hier die Bilder besser als ich es könnte . Gegen Mittag fuhr ich dann noch zum Gletscher hoch und wanderte doch noch 2 weitere Tracks ab. Das Wetter hielt sich den ganzen Tag und was kann man sich mehr wünschen, wenn man zum Wandern hier ist. Nachmittags fuhr ich dann weiter nach Süden, wo das nächste Ziel Wanaka heisst. Gekommen bin ich heute Abend bis zum, ich schätze mal 29 Seelendorf Makarora, welches mitten in den Bergen liegt. Die Diashow
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