| Die letzten Tage auf der Südinsel |
| Freitag, den 23. April 2010 um 05:09 Uhr |
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Bevor ich nach Wanaka kam, musste ich noch den Haast Pass überqueren. Mit dem guten alten Camper keine leichte Aufgabe. An besonders steilen Passagen war dann nur noch Mofageschwindigkeit drin und es bildeten sich schon kleine Schlangen hinter mir, nicht sehr lang, weil hier kaum Verkehr ist. Wegen der vielen Passing Lanes und Überholbuchten lösten sie sich auch rasch wieder auf. Wieder ein tolle Fahrt mit grandiosen Aussichten und nach 1,5 Stunden war ich auch schon in Wanaka. Diesmal ein etwas größeres Dörfchen, welches direkt am herrlichen Lake Wanaka liegt.
Bei erneut traumhaftem Herbstwetter, welches eher herrlichem Sommerwetter glich, ging ich zuerst den Mt. Iron hinauf von wo aus man einen super Überblick über die gesamte Region hatte. Da dies keine zwei Stunden gedauert hatte, war sofort danach der Diamont Lake Track dran, den ich schon alleine wegen seinem Namen sehen musste. Der See machte seinem Namen mal ausnahmsweise nicht die größte Ehre, aber ich war bis dahin ja auch schon ziemlich verwöhnt. Dafür ging ich auch noch den kompletten 3 Stunden Track und wurde dann oben auf dem höchsten Punkt wieder mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.
Es war gerade mal Mittag, als ich wieder unten im Dorf war und kam daher genau rechtzeitig um ein lokales Amateur Rugby Match ansehen zu können. An die 200 Zuschauer waren da und es ging auch gut zur Sache. Nach einer halben Stunde hatte ich aber genug gesehen und war auch ziemlich hungrig. Also zurück zur „Wohnung“ die direkt am Seeufer stand und erst mal essen und etwas ausruhen. So um halb fünf machte ich mich dann wieder mal auf den Weg zum nächsten Ziel – Twizel. Auf dem Weg dorthin pickte ich noch zwei Tramper auf. Die Namen habe ich leider schon vergessen aber es waren zwei junge Traveller, 19 und 20 Jahre. Das Mädchen aus Hamburg und der Junge aus Holland. Also eine gute Stunde nette Unterhaltung, da man sich als Reisende ja immer eine Menge zu erzählen hat. In Twizel angekommen war es schon stockfinster und ich buchte mich diesmal auf einem Camperpark ein. Die Nacht war sternenklar, so dass man die Milchstraße leuchten sah. Deshalb und da ich nur etwa 150 Meter von einem See entfernt stand, war es aber auch arschkalt! Am nächsten Morgen sah die Welt dann schon wieder freundlicher aus und nach einem kleinenn Spaziergang um den See mit Bäumen in allen Herbstfarben fuhr ich weiter zum Lake Tekapo.
Überflüssig zu erzählen, dass es auch hier wunderschön war und auch das Wetter war wieder mal 1A. Und natürlich ging ich auch diesmal wieder ein Track ab. Und natürlich ging es wieder steil bergauf. Auf dem Gipfel Plateau erwartete mich ein großes Observatorium. Wie mir dann ein netter älterer Herr erzählte, wohl eines der bestgelegensten auf der Welt. Man konnte sich vorstellen warum, da kilometerweit drumherum nichts war ausser Weideland und in der Ferne Gebirge. Da der Mann mir auch erzählte, dass er mit seiner Frau eine Tour für den Abend gebucht hatten um auf dem Berg den Sonnenuntergang zu sehen und danach durch die Teleskope in den Sternenhimmel zu schauen, entschied ich mich gegen Abend zu versuchen auf den Berg zu fahren. Leider waren die Tore aber schon geschlossen und so musste ich mich mit dem nicht wesentlich schlechteren Sonnenuntergang etwa 50 Höhenmeter weiter unten zufrieden geben.
Der letzte Tag bzw. Vormittag war dann nur noch die reine Rückfahrt. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dort wo ich einen Track sehe, anzuhalten und diesen noch zu gehen, aber nach dem ich die ersten beiden nicht genutzt hatte, kam einfach keiner mehr. Das Land wurde flacher und es waren nur noch Wiesen zu sehen. Die Fahrt war trotzdem schon und da ich auch ziemlich kaputt von den letzten Tagen war, fuhr ich einfach durch nach Christchurch. Dort war dann erst mal 2 Tage Ausruhen angesagt und gestern habe ich dann noch einen Tagesausflug nach Akaroa gemacht. Große Beschreibungen sind aber überflüssig – tolle Strecke, tolle Wanderung, tolles Wetter! Noch vielleicht erwähnenswert, dass sich, so wie am nächsten Tag in der Zeitung stand, ein riesiger Blauwal in der Bucht befand, was wohl ziemlich selten ist. Leider habe ich diesen nicht gesehen, das wäre wohl vielleicht auch etwas zu viel des Guten gewesen. ;) Heute war ich dann noch mal einen halben Tag in der City, welche ganz nett ist. Und ich bin auch in das Museum gegangen, das ich nur empfehlen kann, nicht nur weil es keinen Eintritt kostet... Das war's dann auch mit der Südinsel, denn morgen geht der Flieger nach Wellington und ich bin gespannt, was die letzten Tage auf der Nordinsel bringen. Hier die Bilder...
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