| National Park, Taupo, Rotorua |
| Freitag, den 30. April 2010 um 09:16 Uhr |
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Die nächsten drei Tage sollten also noch mal das volle Wanderprogramm werden. Als erstes stand das Tongariro Crossing auf dem Plan. Laut Touristeninformation der beste Eintages-Trip in Neuseeland. Im National Park Village angekommen hatte ich noch den halben Tag zur Verfügung und nachdem ich in der Backpackerunterkunft eingecheckt hatte, machte ich noch einen längeren Spaziergang in das nahegelegene Buschwerk. Der Trip zum Startpunkt zum Tongariro Crossing war leider nicht so einfach zu erreichen und so musste man einen Transfer am nächsten Morgen um 7.15 für satte 30 $ buchen. Wenigstens war auch das Abholen inbegriffen.
Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war zwar nicht berauschend aber OK. Am späten Nachmittag kam ein junger Deutscher zurück von der Wanderung in den Dormroom und war weniger begeistert, da alles bewölkt gewesen war und man so bei diesen Höhen kam etwas von den Vulkanseen sehen konnte. Ich hoffte jedenfalls weiterhin auf das Beste. Bisher hatte ich ja auch immer Glück mit dem Wetter gehabt.
Am nächsten Morgen um 7:10 - ich hatte bereits gefrühstückt und alles zusammengepackt, kam die Frau von der Rezeption und brachte eine schlechte Botschaft: „The Crossing is not possible today. The weather is to bad.“ Gegen Mittag sollte es stärkere Schauer geben und der Wind sollte ebenfalls oben auf dem Berg sehr stark werden. Das erste mal auf der ganzen Reise, dass das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Aber ich hatte nun schon alles gepackt und war bereit zu Wandern. Ich fragte nach, ob es noch andere Tracks gab und diese gab es natürlich auch. Also nicht lange überlegt und zwei andere Strecken im Nationalpark ausgesucht. Letztendlich bin ich dann doch noch ca. 22 km gewandert und kann nicht sagen das es schlecht gewesen ist. Wieder eine ganz andere Landschaft als zuvor, ein schöner Wasserfall und ein toller Bergsee in einem alten Explosionskrater.
Gegen Mittag erwischte mich dann aber auch ein dicker Schauer und das Wetter war den ganzen Tag bewölkt gewesen. Den Rest des Tages verbrachte ich mit meinem Zimmergenossen Ludwig in der hauseigenen, ziemlich großen Kletterhalle. Für den nächsten Tag hatte ich mir vorgenommen, nach Taupo, meinem nächsten Ziel, zu trampen. Das hatte sich aber bereits beim Abendessen erledigt, da ich zufälligerweise zur gleichen Zeit kochte wie Sabine. Eine deutsche Backpackerin, die am nächsten Morgen über Taupo nach Hamilton fuhr. Also einfacher ging es wirklich nicht mehr und so war ich bereits gegen 9.30 am nächsten Tag in Taupo. Hier gingen wir dann noch gemeinsam zu den Huka Falls. Ein massiver Strom, der in einem gewaltigen Wasserfall endet. Laut Informationsschild 200.000 Liter pro Sekunde, was pro Minute ausreicht, um fünf riesige Schwimmbecken zu füllen. Ein gigantisches Naturschauspiel.
Da um 16 Uhr mein Bus nach Rotorua abfuhr, wanderte ich noch drei weitere Stunden auf einem Track. Hier war auch schon eine erste heisse Quelle auf dem Weg. Von weitem war schon der Dampf zu sehen und einige Leute badeten dort wo das Wasser aus der Quelle in den Fluss mündete. Ich wollte lediglich meine Füße im warmen Wasser erholen und musste mit kurzem Schrecken feststellen, dass das Wasser richtig heiß war, so, wie wenn das Badewasser zu heiß eingelassen wurde. Also ganz langsam... Abends in Rotorua konnte ich schon im Bus den Schwefel riechen und einige dampfende Stellen an der Straße sehen. Der Ort ist berühmt als geothermales Gebiet. Pünktlich kam mich an der Bushaltestelle meine letzte Couchsurferin auf der Reise, Deborah abholen. Da ich nur einen Tag in Rotorua eingeplant hatte, sollte dieser ziemlich vollgepackt sein. Zuerst stand „Te Puia“ auf dem Programm. Ein Kunst und Kultur-Zentrum der Maori und eine weitläufige Landschaft mit allem was blubbert, dampft und speit. Einer der größten aktiven Geysire Neuseelands und jede Menge kochender Schlammfelder und qualmender Erdlöcher. Man kommt sich vor wie in einer Filmkulisse für einen Uhrzeitfilm.
Danach hiess es wieder wandern, was sonst ;). Etwa vier Stunden ging es durch die riesigen Bäume des Redwood Forrest. Danach taten mir aber endlich mal richtig die Beine und Füße weh, so dass ich das Abendprogramm im Polynesian Spa so richtig geniessen konnte. Ein schönes Thermalbad welches zu den 10 besten Spas der Welt gehört...laut Prospekt. Jedenfalls war es sehr entspannend und man hat dort einen tollen Ausblick auf den See bei sternenklarem Himmel und Vollmond. Das war's dann aber auch und somit bleiben mir nur noch die letzten Tage in der größten Stadt Neuseelands – Auckland. Hier die Diashow
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